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DR
Ort
Liebesnähe : Roman
Ortheil, Hanns-Josef, 2011| Libresso | |
| Verfügbar |
Ja (1)
|
| Exemplare gesamt | 1 |
| Exemplare verliehen | 0 |
| Reservierungen | 0Reservieren |
| Medienart | Buch |
| ISBN | 978-3-630-87303-9 |
| Verfasser | Ortheil, Hanns-Josef
|
| Systematik | DR - Deutsch Roman |
| Verlag | Luchterhand |
| Ort | München |
| Jahr | 2011 |
| Umfang | 393 S. |
| Altersbeschränkung | keine |
| Sprache | deutsch |
| Verfasserangabe | Hanns-Josef Ortheil |
| Annotation | Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); Autor: Sabine Krutter; Liebe als kunstvolles Konstrukt und Literatur als verbindendes Element - manieristische Performance einer Inszenierung. (DR) Nach seinen viel beachteten Romanen "Die große Liebe" und "Das Verlangen nach Liebe" geht Ortheil nun mit seiner Philosophie über das Unaussprechliche einer großen Liebe aufs Ganze: Er inszeniert Liebe als Kunstwerk, als sprach- und bedingungslose Hingabe, puristisch, ekstatisch und gekrönt von einem Hauch fernöstlicher Philosophie. Die Zutaten dieses Romans: ein Schriftsteller mit Schreibblockade, eine Performancekünstlerin mit einem Faible für japanische Literatur, ein exklusives Hotel in den Bergen, eine Buchhändlerin als Freundin, die wissend-hoffend ihre Fäden knüpft, und die wortlose Installation eines Kunstprojekts als Basis einer Beziehung, die fern vom Alltag beginnt - aber zumindest das gilt symbolisch wohl für alle Liebesgeschichten Der Schriftsteller sieht sich selbst "nur als Teil in den Inszenierungen" und will versuchen, in einer "Geschichte der kleinen Anspielungen, Hinweise und Wegfindungen [] seine Rolle stärker selbst zu gestalten" (S. 127). Das Resultat ist ein ziemlich behäbiger Roman mit platten und schwerfälligen Formulierungen. Ortheil scheint sein manieristisches Spiel mit der Macht von Literatur und Kunst so ernsthaft zu betreiben, dass sich der Gedanke an eine mögliche Variante von Selbstironie schnell wieder verflüchtigt. Für LeserInnen, die mit diesem Buch nicht viel anfangen können, hält der Autor auf Seite 311 ein tröstendes Wort parat: "Nicht jede Lektüre passt, auch wenn das Buch, für sich genommen, noch so gut ist." ---- Quelle: LHW.Lesen.Hören.Wissen (http://www.provinz.bz.it/kulturabteilung/bibliotheken/320.asp); Autor: Margot Schwienbacher; Als Abschluss einer Trilogie um ideale Liebeskonstellationen und glückliche Beziehungen erscheint nach "Die große Liebe" (2003) und "Das Verlangen nach Liebe" (2007) nun die "Liebesnähe". "Wer ist diese Schwimmerin?" schreibt der Schriftsteller Johannes auf einen Zettel und steckt ihn zwischen die Ritzen einer Parkbank im Hotelgarten. Jule - die bezeichnete Schwimmerin, Performancekünstlerin und wie Johannes Gast in diesem schlossähnlichen Hotel in Oberbayern - findet die Notiz und lässt ihrerseits einen Hinweis an den Unbekannten zurück. So entspinnt sich im Lauf von mehreren Tagen eine Kommunikation nur über Zeichen, über Bilder, über gemeinsame Lektüren. Angeregt durch einen Klassiker der japanischen Literatur "Das Kopfkissenbuch", inspiriert von der unvergleichlichen Natur und begleitet von einer gemeinsamen Freundin, der Buchhändlerin des Hotels, nähern sich Jule und Johannes immer mehr aneinander an, entdecken Seelenverwandtschaft und Nähe, ohne dass es dazu das Miteinander-Sprechen brauchen würde. Der Roman ist wie eine Art Märchenstück, in dem vor einer idyllischen Kulisse die ideale Annäherung zwischen zwei Menschen zelebriert wird. Die Sprache der Liebe ohne viele Worte, die Langsamkeit und das Verweilen bei Ritualen des Werbens und Sich-Annäherns - das alles wirkt auf anrührende Weise altmodisch oder vielleicht eher: zeitlos. Eben so, wie es eine Utopie, ein idealtypischer Entwicklungsroman sein können. |