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DR
Mix
Tote Musik : andere Erzählungen
Mixner, Manfred, 2015| Libresso | |
| Verfügbar |
Ja (1)
|
| Exemplare gesamt | 1 |
| Exemplare verliehen | 0 |
| Reservierungen | 0Reservieren |
| Medienart | Buch |
| ISBN | 978-3-902901-78-1 |
| Verfasser | Mixner, Manfred
|
| Systematik | DR - Deutsch Roman |
| Verlag | edition keiper |
| Ort | Graz |
| Jahr | 2015 |
| Umfang | 165 S. |
| Altersbeschränkung | keine |
| Sprache | deutsch |
| Verfasserangabe | Manfred Mixner |
| Annotation | Quelle: Pool Feuilleton; Je nach Kreativ-Typus macht der Schreibort beim einen Autor mehr, bei der anderen Autorin weniger aus. Für Manfred Mixner ist das Schreib-Ausgedinge in Südschweden ein elementarer Grund für seine Geduld, Neugier und Gelassenheit beim Schreiben im Wald. "Die Figuren tauchen unvermutet auf, leisten mir an langen Winterabenden und Regentagen Gesellschaft, betrachten mich als immer anderen Gesprächspartner", (7) heißt es im Vorwort, worin der schwedische Waldzustand als Grundlage für das Schreiben umrissen wird. In seinen sieben Erzählungen, die zum Teil bereits in der Grazer Literaturzeitschrift Lichtungen abgedruckt sind, tauchen tatsächlich meist reife Figuren auf, bringen noch schnell eine Erinnerung zu Ende oder versöhnen sich mit einer Beziehungs-Schräglage, ehe sie manchmal auch physisch ans Ende kommen. "Hannas Liebhaber" spielt im reifen akademischen Milieu, wo die Beteiligten nur so von Selbstbewusstsein und Sehnsucht nach langer Leine strotzen. Dennoch schleicht sich in die korrekten Freundschaften ein Affärismus ein, jeder muss mal mit jeder, und hintennach werden die Eintrübungen mit sauberem Diskurs bereinigt. "Oswalds Bilder" spielt in einer malerischen Gegend, so dass es kein Wunder ist, wenn sich die zurückgezogenen Pensionisten der Malerei widmen. Der Erzähler ist bei Oswald zu Besuch und darf sein Archiv bewundern. "Vielleicht will Oswald die Seelenlosigkeit der Bilder aufheben, indem er sie zu etwas Besonderem macht", (45) sagt seine Frau. Tatsächlich zeigen die Bilder eine Trance, die nahtlos ins Ambiente übergeht. Nach Jahrzehnten wird der Erzähler noch immer von einer "Verwünschung" geplagt, die er seinerzeit im Hof des Veterinärinstituts einem Mitschüler angehängt hat, als er gegen ihn unterlegen ist. In den Nussbaum hat er den Wunsch geritzt: "Zum Teufel mit Gerhard". (66) Jetzt erzählt er die Geschichte immer wieder und hofft, sie dadurch ungeschehen zu machen. Gerhard ist inzwischen bei einem Verkehrsunfall zu Tode gekommen. "Ludwigs Ende" läuft vor den Augen des Erzählers ab. Dieser ist zu Gast bei einem befreundeten Ehepaar, dabei röchelt Ludwig und stirbt, als wäre es die gewöhnlichste Sache von der Welt. Der Erzähler hilft beim Aufräumen und noch während der Totenschein ausgestellt wird, geht alles in den Alltag über. Die Titelgebende Erzählung "Tote Musik" berichtet von dem Phänomen, dass die Musik noch in den Wänden und Räumen bleibt, wenn das Konzert schon längst vorbei ist. Die ganze Welt ist schließlich ein riesiger Speicher toter Musik. Wenn man genau hinhört, hört man sie als Folge von Geschehnissen. (92) Der Vertreter dieser These landet schließlich wie selbstverständlich in der Psychiatrie. Manfred Mixner erzählt Aufräumgeschichten am Ende der Lebensläufe. Die Helden sind seltsam abgeklärt und betrachten ihre Verwundungen durch die Gaze der Zeit. - Aufregend beunruhigend. Helmuth Schönauer |