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KK
Roh
Zu Fuß
Roher, Michael, 2026| Libresso | |
| Verfügbar |
Ja (1)
|
| Exemplare gesamt | 1 |
| Exemplare verliehen | 0 |
| Reservierungen | 0Reservieren |
| Medienart | Buch |
| ISBN | 978-3-903422-77-3 |
| Verfasser | Roher, Michael
|
| Systematik | KK - Kinder Kindergarten |
| Verlag | Luftschacht Verlag |
| Ort | Wien |
| Jahr | 2026 |
| Umfang | 114 ungezählte Seite |
| Altersbeschränkung | keine |
| Sprache | deutsch |
| Verfasserangabe | Michael Roher |
| Illustrationsang | Illustrationen |
| Annotation | Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); Autor: Alexandra Hofer/STUBE; Bewegungsformen gibt es viele. Mit Auto, Rad, Zug oder Drohne bewegen sich Figuren durch die Kinder- und Jugendliteratur. Selten wurde aber das »Zu Fuß gehen« so unterhaltsam und zugleich ästhetisch ansprechend inszeniert. (ab 6) (JD) Michael Roher entwirft in seinem neuen Buch, das als lyrisches Bilderbuch für größere Kinder bezeichnet werden kann, den etwas fußfaulen Herrn Mandelmus, bei dem selbst Dackel Julius ausgeführt wird, ohne einen unnötigen Schritt zu tun. Vielmehr wird er kurzerhand mit einer Drohne ausgestattet. Das Nicht-Zu-Fuß-Gehen ist aber dauerhaft auch keine Lösung und so heißt es »Ich tus! Ich gehe heute mal zu Fuß!« Gesagt, getan und fortan bewegt sich Herr Mandelmus gehend durch einen Bild- und Stadtraum, in dem er auf allerhand Neues trifft. Michael Roher fügt seinem grafischen Schaffen eine weitere Technik hinzu und arbeitet mit einer Kreidetechnik: Satte Türkis-, Grasgrün- und Zitronengelbtöne umfassen die Farbpalette der gänzlich in Sonderfarben gedruckten Stadt, die immer mehr erschlossen wird. Textlich wird es lyrisch: Auf das immer wiederkehrende »Herr Mandelmus geht heut zu Fuß« folgen Begegnungen, Schauplätze und Figuren mit dem Ablaut »-us«: »Kakadus, Kanus, Rendezvous, Kängurus, Santa Cruz, Oktopus« sind nur eine kleine Auswahl jener Worte, auf die man als Lesende*r trifft. Kurze, bestechende Sätze finden zu überbordenden Illustrationen, denen zum Teil ein Wimmelbildcharakter innewohnt, die aber stets mit der Perspektive und dem Bewegungsraum der Figur(en) spielen. Und das überzeugt und funktioniert. Lustvoll wandert man über die Seiten und kann beim Vor- und Zurückblättern immer wieder neue (Bild-)Details entdecken. ---- Quelle: STUBE (http://www.stube.at/); Autor: Alexandra Hofer; Kröte des Monats April 2026 Die Zeit ist umgestellt, die Tage werden wieder länger und für viele ist jetzt der ideale Zeitpunkt, die Winterlethargie abzustreifen und sich mit körperlicher Bewegung den Frühling und das Draußen (zurück) zu erobern. Nicht so aber Herr Mandelmus, der auf einer Vespa sitzend und samt Dackel Julius durch den Bildraum flitzt. Denn: "Herr Mandelmus geht nie zu Fuß." Nicht "zum Arzt, zur Bank, zu Rendezvous" und auch nicht, wenn "der Dackel Gassi muss" Selbst Hund Julius wird kurzerhand an eine Drohne geschnallt und via Fernbedienung ausgeführt. Jeder Schritt ist einer zu viel so die Devise. Bis bildlich inszenierte Glückskekssprüche gepaart mit Beobachtungen vom Balkon Herrn Mandelmus zu einem Umdenken bewegen: Schnell die Schuhe geschnürt, "Den Nachbarn noch ein schneller Gruß" und ab gehts in die weite Welt. Denn ab und zu, da braucht es einen Perspektivenwechsel und aus "Herr Mandelmus geht nie zu Fuß" wird kurzerhand "Herr Mandelmus geht heut zu Fuß". Damit eröffnet sich für den mit gelben Streifenhemd, Weste und Schiebermütze ausgestatteten Protagonisten eine neue Fülle an Eindrücken, die nur gehend erschlossen werden kann. Und erschlossen werden nicht nur Orte und Handlungsräume, sondern auch allerhand Figuren, die Herrn Mandelmus "per pedes" durch das Buch begleiten. Und auch wenn sich das Fortbewegungsmittel ändert und Auto, Roller oder Vespa gegen das Gehen eingetauscht werden, bleibt vieles gleich und bestechend: Was bleibt sind die immer und immer wiederkehrenden Reime, für die Michael Roher alle denkbaren Wörter mit dem Ablaut -us und lautlich ähnlich klingende Varianten davon gesammelt hat und in Paarreimen über zwei Doppelseiten zueinander finden lässt. "Ein Autostopper nach Toulouse" steht so neben "Vier Wasserratten mit Tattoos" und "Ein Taxi wartet bei den Gnus". So einfach, so genial erdenkt und erzeichnet sich Michael Roher eine Welt. Eine Welt, in der die Wortfülle mit den dargestellten Szenen, Lebensrealitäten und Figuren korrespondiert. Was nämlich ob der aufkommenden Begeisterung des Spazierengehens ebenso bleibt, sind die zur Gänze abfallenden Illustrationen. Grasgrün, Zitronengelb, Petrol und Dunkelblau umfasst die Sonderfarbenpalette, die der Künstler für dieses lyrische Bilderbuch wählt. (Öl-)Kreiden sind das überwiegende Illustrationsmittel seiner Wahl und damit fügt er seinem ohnehin schon breiten Oeuvre eine zusätzliche Technik hinzu. Grobe Striche, feine Punkte und ein Übereinanderlegen von einzelnen Bildelementen ergeben Einzelcollagen, durch die sich Herr Mandelmus bewegt. Stets begleitet von illustratorischer Raffinesse für Strukturen und farblicher Akzentuierung sowie einem besonderen Gespür für Situationskomik, die eingezeichnet wird. Zu Fuß ist natürlich nur eine Form der Fortbewegung. Auf der Bildebene ruft Michael Roher aber die unterschiedlichsten Fortbewegungsmittel ab, die Herr Mandelmus eben nicht (mehr) nutzt: Ob Kanu, Fahrrad, Schreibtruhe oder Einrad. Ob Cabrio, Lastenrad, Rollstuhl oder Kinderwagen. Ob schwimmend oder getragen-werdend. Strategien, um das Gehen zu vermeiden, gibt es viele. Wimmelige Bilder wechseln sich mit Einzelszenen ab, Aufrisse mit Detailansichten. So entsteht ein Kaleidoskop von Einzelfiguren, auf die Herr Mandelmus trifft. Die ihn durch die Stadt, den Zoo, "den Circus Luna ohne Us" und fast bis ans Meer begleiten. Die manchmal aber auch nur kurz seinen Weg kreuzen und an anderer Stelle wieder auftauchen, und so lustvoll mit Vor- und Zurückblättern gesucht werden können. Herr Mandelmus aber bleibt beim Gehen, trotzt einem Regenguss, musiziert mit Kazoos und scheint immer begeisterter zu sein, was ihn auch größer Denken lässt: "Und plötzlich träumt Herr Mandelmus von einer Weltreise zu Fuß. An die Strände Tuvalus, durch die Straßen Kathmandus, und weiter bis nach Santa Cruz." Aber das ist vielleicht doch ein bisschen weit für den ersten Tag auf den eigenen Beinen. Und Herr Mandelmus samt Hund besinnen sich darauf, nach Hause zu gehen. "So geht er heim und legt sich nieder Was glaubst du? Geht er morgen wieder?" |