Serotonin : Roman

Houellebecq, Michel (Verfasser), 2019
Libresso
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Exemplare gesamt 1
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Medienart Buch
ISBN 978-3-8321-8388-2
Verfasser Houellebecq, Michel (Verfasser) Wikipedia
Beteiligte Personen Kleiner, Stephan Wikipedia
Systematik DR - Deutsch Roman
Verlag DuMont
Ort Köln
Jahr 2019
Umfang 334 Seiten
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Michel Houellebecq ; aus dem Französischen von Stephan Kleiner
Annotation Quelle: LHW.Lesen.Hören.Wissen (http://www.provinz.bz.it/kulturabteilung/bibliotheken/320.asp);
Autor: Martin Pichler;
Der gesunkene Serotoninspiegel versetzt die Hauptfigur des Romans in einen prekären psychologischen Zustand, der Florent-Claude einen ungewöhnlich sanften Blick auf die menschliche Existenz werfen lässt. Das Medikament "Captorix", das er in hoher Dosierung gegen seine Suizidanwandlungen einnimmt, dämpft seine Libido, verhilft ihm aber zu mehr Mitgefühl, mit dem er die Menschen aus seinem Umfeld wahrnimmt und analysiert. Zwar gibt es auch in diesem Houellebecq-Buch die üblichen provokativen politisch unkorrekten Schnitzer, aber doch sehr dezent eingestreut, dass man getrost über sie hinweglesen sollte. Wie er Alltagsmechanismen beschreibt, Hoffnungen demontiert, die sozialen und ökonomischen Gefangenheiten jedes einzelnen seziert, ist grandios. Einige dieser kunstvoll montierten Satzschleifen erinnerte mich an die hyperbolische Sprache Thomas Bernhards. Und trotz aller thematischen Düsternis ist das Buch stellenweise hoch belustigend, und manch befreiender Lacher entschlüpft zwischendurch dem Leser. Der Verweis auf die Gelbwesten hingegen ist vielleicht verkaufsfördernd, hat mit dem Buch aber schon gar nichts zu tun.