Rückkehr nach Budapest : Roman

Kiss, Nikoletta, 2025
Libresso
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Medienart Buch
ISBN 978-3-458-64501-6
Verfasser Kiss, Nikoletta Wikipedia
Systematik DR - Deutsch Roman
Verlag Insel Verag
Ort Berlin
Jahr 2025
Umfang 301 Seiten
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Nikoletta Kiss
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Monika Roth;
Wie umgehen mit dem Tod der einst so geliebten Cousine und der Erinnerung an eine gemeinsame große Liebe kurz vor der Wende? (DR)
Márta, aufgewachsen in einem kleinen Dorf am ungarischen Balaton, ist die Tochter eines alkoholkranken Vaters und einer Mutter aus Thüringen, die eine tiefe Liebe zur deutschen Sprache hegt. Unvergessliche Kindheitssommer verbringt sie mit ihrer Cousine Theresa aus Ostberlin am Plattensee. Als Theresa nach einem Herzinfarkt viel zu früh stirbt und in Budapest beigesetzt wird, reist Márta zur Beerdigung und erinnert sich an ihre gemeinsamen Erlebnisse in Ostberlin sowie an die geteilte Liebe zum regimekritischen Schriftsteller Konstantin.
Kurz nach der Matura, noch vor Beginn ihres Germanistikstudiums in Budapest, verlässt Márta inzwischen allein mit dem schwer alkoholkranken Vater zurückgeblieben ihren Freund András und flieht nach Ostberlin. Dort begegnen sie und die selbstbewusste, lebenshungrige Theresa dem geheimnisvollen Konstantin, der von einer schweren Kindheit in DDR-Erziehungsheimen und Jugendhaft geprägt ist. Beide verlieben sich in ihn. Márta, die stille, nachdenkliche Beobachterin, erlebt mit Konstantin ihre intensivste Liebesbeziehung ausgerechnet während Theresas kurzfristiger Inhaftierung. Ein Gefühl von Schuld und Verrat begleitet sie seither.
Der Roman springt in Rückblenden zwischen der Gegenwart Mártas Ehekrise mit András und den späten 1980er-Jahren, als sich das Leben in Ostberlin und Budapest in unterschiedlicher Weise unter staatlicher Kontrolle abspielte: In Berlin herrscht Eiszeit, in Budapest zumindest ein Hauch von Freiheit doch auch hier bleibt Überwachung allgegenwärtig. Márta muss die Härte des ungarischen Staates erfahren, als Theresa und Konstantin einen Aufenthalt in Wien zur Flucht in den Westen nutzen.
Ein vielschichtiger Roman über eine konfliktreiche Liebe, politische Enge und die Frage, ob eine vergangene Leidenschaft das ganze Leben bestimmen darf. Besonders empfehlenswert für Leser*innen mit Interesse an der politischen und persönlichen Atmosphäre in Ungarn und der DDR kurz vor der Wende.