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DR
Win
Siebenmeilenherz
Winkler, Katharina, 2024| Libresso | |
| Verfügbar |
Ja (1)
|
| Exemplare gesamt | 1 |
| Exemplare verliehen | 0 |
| Reservierungen | 0Reservieren |
| Medienart | Buch |
| ISBN | 978-3-7518-0961-0 |
| Verfasser | Winkler, Katharina
|
| Systematik | DR - Deutsch Roman |
| Verlag | Matthes & Seitz |
| Ort | Berlin |
| Jahr | 2024 |
| Umfang | 239 Seiten |
| Altersbeschränkung | keine |
| Sprache | deutsch |
| Verfasserangabe | Katharina Winkler |
| Annotation | Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); Autor: Simone Klein; Kindesmissbrauch aus der Perspektive des Opfers erzählt. (DR) Katharina Winkler hatte sich schon in ihrem Debütroman »Blauschmuck« dem Thema Gewalt gewidmet. Diesmal behandelt sie das sehr schwierige und leider auch heute aktuelle Thema Kindesmissbrauch. Denn seit einiger Zeit rücken zahlreiche Kampagnen Gewalt im familiären Umfeld ins Bewusstsein und auch die Anzahl an Hilfseinrichtungen aller Art lässt kaum einen Zweifel offen: Die Familie als Hort der Sicherheit und Geborgenheit bleibt für viele Menschen bestenfalls ein Wunschtraum, wobei die Hauptleidtragenden natürlich immer die Wehrlosesten, also die Kinder sind. Im vorliegenden Versroman wird eine erst fünfjährige Protagonistin nachts vom eigenen Vater missbraucht. Besonders unheimlich dabei ist, dass das Kind aus der Innenperspektive erzählt, wie das »Schreckliche in Gestalt der Zärtlichkeit« kommt und wie es das Schreckliche in kurzen, zuweilen fast lyrischen Sätzen auszudrücken vermag. Nicht weniger eindrücklich schildert im weiteren Verlauf die nunmehr erwachsene Frau die Schäden und Ängste, die sich durch ihr ganzes Leben ziehen. Denn weder ein Umzug in eine andere Stadt, noch neue Freunde oder Liebesbeziehungen vermögen die traumatischen Erlebnisse der Kindheit zu lindern, die sich in Körper, Geist und Seele eingeschrieben haben, die dennoch oft aus Scham und Selbstzweifeln für die Umwelt verborgen bleiben. Die Lektüre des auf Recherchen und Fiktion beruhenden Romans wird bestimmt nicht nur zart besaitete Gemüter aufwühlen. Indem »Siebenmeilenherz« kräftig am Tabu Kindesmissbrauch rüttelt und sich mit den Mitteln der Literatur gegen Gewalt stellt, vermag das Buch vielleicht der tiefen Überzeugung der Autorin, dass Literatur Empathie ermöglichen und Veränderungen auslösen kann, entsprechen und dazu anzuregen, endlich offener über Kindesmissbrauch zu sprechen. |