Wie man richtig küsst : Roman

Rahlens, Holly-Jane, 2005
Libresso
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Medienart Buch
ISBN 978-3-407-80956-8
Verfasser Rahlens, Holly-Jane Wikipedia
Systematik JR - Jugend Roman
Verlag Beltz & Gelberg
Ort Weinheim
Jahr 2005
Umfang 291 S.
Altersbeschränkung 69
Sprache deutsch
Verfasserangabe Holly-Jane Rahlens
Annotation Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/);
Autor: Bernadette Bullinger;
Das erste Mal. Nichts beschäftigt die 15-jährige Renée im Moment mehr. Oder ist da vielleicht doch etwas aus ihrer Vergangenheit, das sie nicht zur Ruhe kommen lässt? (ab 14)
"Natürlich" weiß die 15-jährige Renée , wie man richtig küsst. Für diese Art von Tipps braucht sie den gleichnamigen Sex-Ratgeber nicht. Falls sich mit dem süßen Philipp aus ihrem Schwimmteam mehr als nur Küssen ergeben sollte (und das soll es auf jeden Fall, wenn es nach Renées Dickschädel geht), erfordert das einiges an Planung und Recherche bezüglich Technik und Hilfsmittel wie Dessous, Enthaarungscremes, etc. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Renée liebt das Schwimmen, aber bei ihrem ersten Mal will sie nicht unbedingt ins Schwimmen kommen. Und die Sommerferien hätte Renée prima nützen können, ihrem Ziel näher zu kommen. Wenn sie nicht mit Dr. Mom, ihres Zeichens Autorin von Erziehungsratgebern und beliebtes Objekt für die Wutattacken ihrer Tochter, so eine schreckliche Lesereise quer durch Deutschland antreten müsste. Dass diverse Kleinstädte abzuklappern nicht lustig ist, noch dazu im Beisein der Mutter, will ja niemand bestreiten. Dass Philipp nur höchst sporadisch von sich hören lässt, ist ein zusätzlicher Dämpfer für Renées Laune. In Wirklichkeit aber hat ihre an kindliche Trotzigkeit grenzende Wut wohl mehr mit dem Unfalltod ihres Vaters zu tun, als sie bereit ist, sich einzugestehen.
"Ich wünschte, du würdest ein anderes Ventil für deine Wut finden." Hier ist es! Unglaublich, Renée tut einmal, was ihre Mutter ihr sagt, und schreibt ihre Geschichte nieder. Im Tagebuch-Stil - offen, mit wenig Distanz zum Erzählten und doch mit einem witzig-ironischen Unterton - lässt die Autorin sie als Ich-Erzählerin aussprechen, was sie bewegt. Und das ist hauptsächlich Sex. Auf einer vordergründigen Ebene. Sieht man genauer hin, wirkt diese Ebene der Geschichte, obwohl sie die Handlung vorantreibt (fast ist man als LeserIn neugieriger, wann "es" endlich passiert, als Renée selbst), eigenartig gefühlsleer. Gefühle konzentrieren sich auf die längst überfällige Aufarbeitung der Vergangenheit des Mädchens. Auf die Gefahr hin, mich wie Dr. Mom anzuhören: vielleicht ist Renée erst dann bereit, mit jemanden zu schlafen, wenn sich ihre Gefühle auch auf einen anderen Mann als ihren Vater richten.

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Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Heidi Lexe;
Eine Starkolumnistin zur Mutter zu haben, heißt nie unbeobachtet zu sein. Wie also lieben, ohne beobachtet zu werden? (DR)

"Doing it" hat es in der letzten Buchsaison geheißen, als Melvin Burgess mit radikaler Offenheit ein Jugendbuch mit allen nur erdenklichen Details darüber zu füllen wusste, worüber man nicht spricht. Das Faszinosum dieses Romans lag in der Tatsache, dass er jedes erwachsene Korrektiv aus seinem Erzählfluss herausgehalten und ungeschminkt jugendliches Sprechen und Handeln vorgeführt hat. Auch im neuen Roman der Erfolgsautorin Holly-Jane Rahlens kommt man deutlich zur Sache - und doch erfährt das Sprechen über jugendliche Sexualität sofort wieder erwachsene Lenkung. Schon in der Eingangsszene findet Protagonistin Renée Bella Brody ihre Mutter mit ihrem Sex-Ratgeber Sammy Rosetti im Bett. Keine Angst, Sammy ist ein Buch, doch zum handlungsbestimmenden Moment in Renée Bella Brodys Geschichte wird der Versuch der Jugendlichen, ein von der Mutter, der berühmten Kolumnistin Dr. Edda Mommsen-Brody, unbeeinflusstes Liebesleben zu führen.
Unter der scheinbaren jugendlichen Offenheit jedoch, mit der zum Teil ziemlich derb über erste sexuelle Erfahrungen gesprochen wird, bleibt die Stimme einer ach so aufgeschlossenen Erwachsenen immer hörbar. Erzählerische Eigenständigkeit bekommt der Roman erst, als Mutter und Tochter sich in einem Nobelhotel in Süddeutschland einquartieren und die Tochter sich in einen jungen, zurückgezogenen Pianisten verliebt. Dann bekommt der Roman Pfiff und wird von der Autorin angereichert mit all jenen Irrungen und Wirrungen, auf deren Schilderung sie sich so gut versteht. Breit einsetzbar ab 14 Jahren.

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Quelle: Buch und Medien Südtirol (http://www.provinz.bz.it/kulturabteilung/bibliotheken/320.asp);
Autor: R. Budeus Budde / H. E. Menzel;
Rebella, 15 Jahre alt, muss ihre Mutter, eine erfolgreiche Autorin von Erziehungsratgebern, auf einer Lesereise begleiten. Dabei ist sie doch nur damit beschäftigt, wie und mit wem das "erste Mal" klappen könnte. Eine wunderbare Mischung von typischen pubertären Schwierigkeiten, ironisch aufbereitet und einer sehr traurigen Familiensituation. Auch für Erwachsene (mit pubertierenden Kindern)