Die Buchbinderin von Oxford

Williams, Pip, 2024
Libresso
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Medienart Buch
ISBN 978-3-453-27461-7
Verfasser Williams, Pip Wikipedia
Beteiligte Personen Burkhardt, Christiane Wikipedia
Systematik DR - Deutsch Roman
Verlag Heyne
Ort München
Jahr 2024
Umfang 509 Seiten
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Pip Williams ; aus dem Englischen von Christiane Burkhardt
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Doris Göldner;
Die junge Arbeiterin Peggy liebt Bücher und deren Inhalt; auf dem Weg zu mehr Bildung muss sie allerdings viele Hürden überwinden. (DR)
Die Zwillinge Peggy und Maude arbeiten in der Buchbinderei der Oxford University Press im ärmlichen Stadtteil Jericho. Maude ist eine sensible, stille junge Frau mit intellektuellen Einschränkungen und fühlt sich durchaus zufrieden mit dem Falzen von Bögen der zu bindenden Bücher. Peggy hingegen möchte mehr! Sie träumt von Bildung und einem Universitätsabschluss und nimmt jeden ausgeschiedenen Papierbogen mit nach Hause, um den Text zu lesen.
Die Geschichte spielt 1914, als die englischen Männer an der Seite Belgiens in den Krieg zogen und sich für Frauen neue Tätigkeitsfelder eröffneten. So begegnen sich Peggy und Gwen, eine Tochter »aus gutem Haus« mit Studienberechtigung, im Lazarett als freiwillige Helferinnen für verwundete Soldaten. Langsam, aber stetig folgt Peggy nun mit der Hilfe von Gwen und anderer wohlgesonnener Personen ihrem Bildungshunger, bis sie letztlich an der Universität aufgenommen wird.
Pip Williams ist Leser*innen wahrscheinlich von ihrem Buch »Die Sammlerin der verlorenen Wörter« bekannt, ein Roman, der den Kampf der wissbegierigen Esme für die Rechte der Frauen beschreibt. Der vorliegende Band ist optisch ganz ähnlich gestaltet; der thematische Zusammenhang ergibt sich nur durch den Herstellungsort von Esmes Wörterbuch (Oxford University Press).
Der fast 500 Seiten lange Roman ist fast so etwas wie »slow food« in der Gastronomie; es ist ein Genuss, ihn zu lesen. Sehr bildhaft werden die Lebensbedingungen der Hausbootbewohner von Oxford geschildert; über die Zustände im Krieg erfahren die Schwestern (und Leser*innen) durch detaillierte Briefe von der belgischen Front und Peggys Liebe zu Büchern erwärmt das Herz jedes bibliophilen Menschen. Sehr zu empfehlen!