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LHP
Pre
Das Jahrhundert der Toleranz : Plädoyer für eine wertegeleitete Außenpolitik
Precht, Richard David, 2024| Libresso | |
| Verfügbar |
Ja (1)
|
| Exemplare gesamt | 1 |
| Exemplare verliehen | 0 |
| Reservierungen | 0Reservieren |
| Medienart | Buch |
| ISBN | 978-3-442-31607-6 |
| Verfasser | Precht, Richard David
|
| Systematik | LHP - Pädagogik, Psychologie, Philosophie |
| Verlag | Goldmann Verlag |
| Ort | München |
| Jahr | 2024 |
| Umfang | 287 Seiten |
| Altersbeschränkung | keine |
| Sprache | deutsch |
| Verfasserangabe | Richard David Precht |
| Annotation | Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); Autor: Anna Goiginger; Philosophische Auseinandersetzung mit der geopolitischen Umgestaltung der gegenwärtigen Weltordnung (GP) Der vorliegende Essay betrachtet die geopolitischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und versucht mit einer wertegeleiteten Außenpolitik Antworten zu formulieren, um schlussendlich ein friedliches Miteinander möglich zu machen. Die zunehmende Anzahl von Krisen zeigt, dass einfache Lösungen de facto nicht existieren. Die Politik neigt dazu, schwierige Probleme zu verlagern, zu verdrängen oder durch andere Themen abzulenken. Momentan sei der »Motor, der die Politik wie auch die Massenmedien vorantreibt, (...) zumeist der Affekt« (S. 11). Die mündigen Büger*innen müssen trennscharf unterscheiden können zwischen dem, was Affekt und dem was Interesse sei und sich in den politischen Narrativen gut auskennen. Precht lanciert mit diesem Plädoyer eine distanzeinnehmende Auseinandersetzung, warum unser westliches Verständnis der einzig funktionierenden Regierungsform (liberale Demokratie) nicht einfach anderen Ländern übergestülpt werden könne. Wertegeleitete Außenpolitik nimmt Abstand von moralischen Überlegenheitsideen und priorisiert Werte in Blick auf einen zwischenstaatlichen Dialog auf Augenhöhe auch mit unliebsamen Ländern wie China. Er schaut sich die Motive hinter den geostrategischen Narrativen genauer an, um letztlich einer realistischen Perspektive nah zu kommen. Dieses Buch unternimmt einen Streifzug durch alle Themen, die für die geopolitische Analyse notwendig sind: Geschichtsschreibung, Menschenwürde, Feindbilder, Kriegsführung, Identitätspolitik, das Wesen der Werte, Menschenrechte und titelgebend die Toleranz. Das Thema verlangt vom Lesepublikum ein gewisses Interesse an Geopolitik. Mit etwas Durchhaltevermögen taucht man in eine spannende Welt der politischen Narrative ein, sodass der Autor tatsächlich die Hintertür öffnet, um unser Urteilsvermögen zu schärfen. Empfohlen! |