Institut für gute Mütter : Roman

Chan, Jessamine, 2023
Libresso
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Medienart Buch
ISBN 978-3-550-20133-2
Verfasser Chan, Jessamine Wikipedia
Beteiligte Personen Hofert, Friederike Wikipedia
Systematik DR - Deutsch Roman
Verlag Ullstein
Ort Berlin
Jahr 2023
Umfang 426 Seiten
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Jessamine Chan ; aus dem Englischen von Friederike Hofert
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Cornelia Stahl;
(Un)perfekte Mütter. (DR)
Wie folgenreich die Verletzung der Aufsichtspflicht für Mütter sein kann, davon erzählt Chans Debütroman. Die Handlung ist schnell erzählt: Frida, alleinerziehende Mutter, lässt ihr achtzehn Monate altes Baby Harriet unbeaufsichtigt allein zu Hause, um vergessene Dokumente aus dem Universitätsbüro zu holen. Der Romaneinstieg fesselt: »Ihre Tochter ist bei uns. In der Sprachnachricht fordert der Polizist sie auf, unverzüglich auf die Wache zu kommen.« (S. 9) Die Ereignisse, spannend erzählt, wühlen innerlich auf. Als Folge verliert Frida das Sorgerecht und Harriet wächst beim Kindesvater und der Stiefmutter auf. Frida lernt unterdessen in einem Institut mit Hilfe von Puppen den Umgang mit Kindern.
Beim Lesen fand ich Parallelen zu Claudia Bitters Roman »Kennzeichnung«, in dem es ebenfalls um eine alleinerziehende Mutter geht und um den Eingriff des Staates in das Privatleben. Chans Debüt, spannend erzählt, simuliert die Überwachungsdystopie von Müttern durch die Kinderschutzbehörde und den Eingriff in häusliche Erziehungsmethoden. Lesepausen sind mitunter notwendig, doch die Lektüre lohnt sich!