Das Haus

Helbich, Ilse, 2009
Libresso
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Medienart Buch
ISBN 978-3-85420-762-7
Verfasser Helbich, Ilse Wikipedia
Systematik DR - Deutsch Roman
Verlag Literaturverl. Droschl
Ort Graz
Jahr 2009
Umfang 140 S.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Ilse Helbich
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Barbara Tumfart;
Fremdsein und Heimatsuche einer Städterin als Chance für spätes Lebensglück. (DR)

Die 1923 in Wien geborene Autorin Ilse Helbich, bekannt durch ihre langjährige publizistische Tätigkeit, spürt in ihrem autobiografisch gefärbten Roman "Das Haus" allzeit gültigen Themen des Fremdseins und der Heimatsuche nach. Es ist aber nicht die faszinierende Ferne fremder exotischer Welten, in der sich die Protagonistin, eine alleinstehende, gesundheitlich angeschlagene sechzigjährige Frau, zu integrieren versucht, sondern die dörflich-ländliche Gemeinschaft eines kleinen Ortes im nördlichen Niederösterreich. Denn dort verliebt sich die Frau in ein leerstehendes, heruntergekommenes Haus, das früher im Ort als Post diente, kauft es wider jede Vernunft und restauriert es mit Hilfe einer Schar an erfahrenen Helfern in jahrelanger, liebevoller Arbeit. Neben den baulichen Veränderungen erzählt Helbich aber auch von der langsamen und vorsichtigen Annäherung der Städterin, der "Zugereisten", an die Dorfnachbarn und ihren lokalhistorischen Nachforschungen.
Am Ende steht das Haus als Symbol eines gelungenen "Nachhausekommens", das trotz mancher Naturkatastrophen der Protagonistin ein Gefühl tiefster Zufriedenheit und zeitloser Zugehörigkeit in einer Welt des ewigen Umbruches zu vermitteln vermag. Es sind keine großen spannungsgeladenen Ereignisse, die den Reiz des Buches ausmachen, sondern die einfühlsame und behutsam erzählte Geschichte einer Frau, die durch die Veränderung ihres Wohnortes einen persönlichen Neuanfang und dadurch großes, spätes Lebensglück findet.