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DR
Cab
Das Schweigen des Sammlers : Roman
Cabré, Jaume, 2011| Libresso | |
| Verfügbar |
Ja (1)
|
| Exemplare gesamt | 1 |
| Exemplare verliehen | 0 |
| Reservierungen | 0Reservieren |
| Medienart | Buch |
| ISBN | 978-3-458-17522-3 |
| Verfasser | Cabré, Jaume
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| Beteiligte Personen | Brandt, Kirsten
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| Beteiligte Personen | Zickmann, Petra
|
| Systematik | DR - Deutsch Roman |
| Verlag | Insel-Verl. |
| Ort | Berlin |
| Jahr | 2011 |
| Umfang | 844 S. |
| Altersbeschränkung | keine |
| Sprache | deutsch |
| Verfasserangabe | Jaume Cabré. Aus dem Katalan. von Kirsten Brandt und Petra Zickmann |
| Annotation | Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); Autor: Maria Schmuckermair; Grandiose Epik - vielschichtiger Entwicklungsroman und europäische Kulturgeschichte in einem. (DR) Bevor der Kunstsammler und Professor Adria Ardevol vom unerbittlichen Kommandanten Alzheimer aus dem Verkehr gezogen wird, schreibt er mit der Hand an seine Liebste, die schon vor längerem verstorbene Sara, einen Brief - seine Confessiones -, in dem er sein Leben zusammenfasst. Als hochbegabtes Kind, das ein Dutzend Sprachen beherrscht und wunderbar Geige spielt, hat Adria ungewollt den Tod seines Vaters mitverschuldet. Die Ermordung des Antiquitätenhändlers Felix Ardevol steht im Zusammenhang mit einer außerordentlich wertvollen Geige - sie ist aus ganz besonderem Holz, vom großen Geigenbauer Storioni aus Cremona 1762 gebaut und ihr Klang ist von einzigartiger Schönheit. Um dieses Musikinstrument zu besitzen, scheuen viele fanatische Menschen nicht vor schwerer Kriminalität zurück. Zwei weitere Dingsymbole legen eine deutliche Spur durch diese Erinnerungen, dehnen den Zeitraum des Erzählten auf 800 Jahre aus und verbinden geschichtsträchtige Orte in ganz Europa von Rom, Paris, Barcelona, Tübingen, Auschwitz, Slowenien bis hin zu einem Urwaldspital in Afrika. Zum einen das Bild des mittelalterlichen Künstlers Urgell, das das Kloster Santa Maria de Gerri in den Pyrenäen zeigt. Zum anderen ein blauweiß-karierter Stofflappen, den ein siebenjähriges Mädchen bis zu seinem qualvollen Tod im KZ als einzige Erinnerung an seine Heimat eisern bei sich behält. - Die zahlreichen Figuren des ausladenden Romans werden ausnahmslos mit großer Sorgfalt gezeichnet und sind Verkörperungen wesentlicher Fragen, die sich die Menschheit immer wieder aufs Neue stellt: Existiert Gott? Wo kommt das Böse her? Lässt sich Schuld sühnen? Kann der Mensch Kunst schaffen oder nur finden? Neben diesen substantiellen Themen kommen aber auch Ironie und zwischenmenschliche Turbulenzen nicht zu kurz. Abgesehen von der inhaltlichen Dichte sind zwei erzähltechnische Besonderheiten dieses Romans neu und unerhört spannend: Wie in einer Art innerem Dialog gleiten die Gedanken und Erinnerungen des Erzählers unversehens von einer Welt in eine ganz andere, z. B. von der grausamen Härte der Judenvernichter in Auschwitz hin zu den Inquisitoren des späten Mittelalters, die die vermeintlichen Ketzer gnadenlos foltern. Weiters mutet die Technik des Erzählers seltsam an, teilweise in der Ich-Form zu berichten und dann ansatzlos in die unpersönliche, distanzierte Er-Form zu wechseln. Für diese geheimnisvolle Schreibweise bietet das Buch erst ganz zum Schluss eine mögliche Erklärung an. - Stilistisch und inhaltlich grandios - ein Jahrhundertroman von elementarer Wucht und starkem Nachhall! |