Die besten Weltuntergänge : was wird aus uns? : zwölf aufregende Zukunftsbilder

Die besten Weltuntergänge, 2021
Libresso
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Medienart Buch
ISBN 978-3-95470-255-8
Beteiligte Personen Paluch, Andrea Wikipedia
Beteiligte Personen Sperber, Annabelle von Wikipedia
Systematik KS - Kinder Sachbücher
Verlag Klett Kinderbuch
Ort Leipzig
Jahr 2021
Umfang 26 ungezählte Seiten
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Andrea Paluch (Text) ; Annabelle von Sperber (Illustrationen)
Illustrationsang Illustrationen
Annotation Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/);
Autor: Manuela Kalbermatten;
Zukunftsentwürfe sind Kommentare zur Gegenwart: Aus einem imaginierten Morgen heraus verhandeln Utopien und Dystopien das, was heute bewegt. Utopien tun dies in Form von positiven Gegenbildern zur defizitären Gegenwartsgesellschaft. Dystopien dagegen extrapolieren beunruhigende Entwicklungen in eine monströse Zukunft. In Andrea Paluch und Annabelle von Sperbers großformatigem Bilderbuch Die besten Weltuntergänge sind zwölf Zukunftsbilder versammelt, die beide Pole und das ganze Spektrum dazwischen abdecken: Die Bandbreite reicht von der Vision einer fast schon bukolischen Idylle, in der Mensch und Tier harmonisch zusammenleben, Kühe ihre Milch (ehrlich!) ganz freiwillig abgeben und zwei Jungs in hohem Bogen vors Schlachthofmuseum kotzen, über Szenarien von Städten ohne Autos und einem Leben in Raumschiffen bis zum Albtraum einer ausgetrockneten Welt, in der das Recht der Stärkeren herrscht: Die Grenzzäune sind gesäumt von den Leichen der Verdursteten. Sie werden zur Abschreckung dort liegen gelassen. Der Klett-Kinderbuch-Verlag beweist hier einmal mehr, dass er Kindern und Vermittler*innen! etwas zutraut und sich dabei zurecht auf ein Gelände wagt, das andere lieber weiträumig umgehen. In diesem Fall ist es aber ein holpriger Spaziergang, zu dem wir eingeladen werden.
Zum einen wechselt das Werk zwischen brutalem Realismus und Idylle, ohne dass dabei der Erzählmodus wesentlich changiert oder die Spielregeln des jeweiligen Gedankenexperiments transparent werden: Eine Welt, in der sich Menschen aufgrund des angestiegenen Meeresspiegels in Wolkenkratzern drängen, steht neben einem Kinderparadies, in dem Zähne von selbst sauber und Verletzungen weggezaubert werden. Der kulturkritische Stachel und das subversive Potenzial von Utopie und Dystopie liegen aber gerade in der Verbindung, die Rezipient*innen zwischen ihrer Gegenwart und der dargestellten Zukunft ziehen. Dazu muss der Weg von hierhin nach dorthin nachvollzogen oder zumindest imaginiert werden können. Die Grundlage dafür bietet das Werk in vielen Fällen nicht, was auch daran liegt, dass es sich nicht entscheiden kann, ob es Märchen oder Science-Fiction sein will.
Zum anderen überzeugen nicht alle der gewählten Strategien, harte Themen adressatengerecht zu vermitteln. Zwar sind von Sperbers reichhaltige Panoramen faszinierend; gerade die Details bieten viel Potenzial für anregende Gespräche. Auch der Ansatz, große Umwälzungen am Alltag von Kindern zu konkretisieren, ist originell umgesetzt. Dass dazu auf wiederkehrende Figuren gesetzt wird, die zur Identifikation einladen, scheint naheliegend. Allerdings geht mit der Wahl dieser Figuren eine starke Verengung der Perspektive einher, umso mehr, als die Betrachter*innen aufgefordert werden, sie auf jeder Seite ausfindig zu machen. Dass damit der Such- und Wimmelbildspaß gegenüber der zentralen Frage Wie wollen wir leben? ins Zentrum rücken dürfte, mag man hinnehmen. Dass dieses wir, über dessen Zukunft hier nachgedacht werden soll, einmal mehr Gestalt annimmt in Form der Weißen, traditionellen Familie, die noch dazu in jeder Vision zu den Privilegierten zählt, die besten Jobs hat und selbst im gesetzlosen Niemandsland ein Haus mit Hof, Solaranlage und Brunnen besitzt, ist schwerer zu schlucken. Bei aller Offenheit für unterschiedlichste Szenarien bleibt diese Vision von Zukunft und Welt dann doch recht exklusiv.

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Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Monika Brugger;
Gedanken über die Zukunft unserer Erde. (ab 10) (JV)
Das Buch zeigt unterschiedliche Szenarien für unsere Zukunft auf. Dabei steht die Frage Wie wollen wir leben? im Mittelpunkt. Beantwortet wird sie entweder mit extrem düsteren oder mit überaus positiven Zukunftsbildern. Einige der angeführten Ideen sind utopisch, so stellt man sich etwa im Kapitel Kinderparadies vor, dass Verletzungen einfach weggezaubert werden können.
Auf jeder Doppelseite befindet sich eine Spalte mit Text und ein großes Bild, welches die Vision veranschaulicht. Das Werk beginnt mit dem Kapitel Die Luft wird dünn, dessen Prämisse es ist, dass es zu wenig Sauerstoff zum Atmen gibt und die Menschen sich nur mehr in luftdichten Räumen aufhalten können. Das Szenario Zurück zur Natur lässt die Leser*innen dagegen in eine Welt eintauchen, in der nichts verschwendet wird, alle Dinge kompostierbar sind und Strom klimaschonend produziert werden kann.
Der Abschnitt Die Virus-Pandemie schildert im Gegensatz zu den übrigen kein Zukunftsszenario, sondern beschreibt den Lockdown und die Ängste, die während der Corona-Pandemie vorherrschen. Es schließt mit dem Satz: Um eine weitere Pandemie zu verhindern, muss man also die natürlichen Lebensräume schützen, damit Tiere und Menschen Abstand halten können.
Dieses Buch eignet sich für Leser*innen ab 10 Jahren mit begleitenden Gesprächen oder für ältere Jugendliche, die sich Gedanken über die Zukunft unseres Planeten machen möchten.