So weit oben

Straßer, Susanne, 2014
Libresso
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Medienart Buch
ISBN 978-3-7795-0498-6
Verfasser Straßer, Susanne Wikipedia
Systematik KK - Kinder Kindergarten
Verlag P. Hammer Verl.
Ort Wuppertal
Jahr 2014
Umfang [12] Bl.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Susanne Straßer
Illustrationsang überw. Ill. (farb.)
Annotation Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/);
Autor: Antje Ehmann;
Wie kann ein hungriger Bär an den leckeren Kuchen kommen, der mit Zuckerglasur und Kirsche dekoriert verführerisch am Fensterbrett ganz oben unterm Dach steht? Vor mehr als zehn Jahren hatte Ingrid Godon in So groß! (Oetinger 2001) ein ähnliches Thema: Im leider vergriffenen Pappbilderbuch wollte ein kleines Mädchen an einen Keks, der ganz oben im Regal lag. Bei Susanne Straßer, die in diesem Herbst auch ein Pixi-Buch anlässlich des 60-jährigen Jubiläums gestaltet hat, ist es nun ein Bär, der in diesem wunderbaren Debüt im Pappbilderbuch Lust auf Kuchen hat.
Passend im Hochformat kann man So weit oben betrachten: Am rechten Bildrand das Haus, auf der linken Seite der prägnante und lautmalerische Text sowie die Tiere, die immer mehr werden und dann tatsächlich eine Räuberleiter bilden. Das erinnert an Die Bremer Stadtmusikanten und überzeugt nicht zuletzt durch die überraschende Pointe. Mit Hilfe einer laut Susanne Straßer Mischtechnik aus Monotypie, einem handwerklichem Druckverfahren, bei den schwarzen Konturen und digitaler Weiterbearbeitung ist ein Pappbilderbuch allererster Güte in angemessenem Tempo und wohltuender Farbgebung entstanden.

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Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Martina Adelsberger;
Eine Räuberleiter zum Genuss. (ab 2) (JD)
So weit oben steht ein Kuchen im Fenster. Sehr einladend sieht er aus. Das Haus, in dem er steht, ist lang und hoch. Kommt ein Bär vorbei und hat Hunger. "Doch der Kuchen ist so weit oben. Und der Bär ist so weit unten." Da spaziert ein Schwein des Weges. Das Schwein springt auf den Bären, aber es reicht nicht weit genug hinauf. Der Kuchen ist immer noch zu weit oben. Es kommen noch ein Hund, ein Hase, ein Huhn und ein Frosch vorbei. Der könnte es schaffen. Doch dann kommt das Kind, oben, im Haus, und - nimmt den Kuchen weg. Die Tier-Räuberleiter fällt in sich zusammen. Wie die Geschichte dann doch noch ein gutes Ende findet, wird hier nicht verraten.
Susanne Straßer gelingt ein liebevolles Pappbilderbuch für die Allerkleinsten. Die Situation, dass viele Leckereien viel zu hoch oben platziert sind, dürfte vielen kleinen Kindern nur allzu bekannt vorkommen. Zusammenhalt und Erfindungsgeist sind gefragt, doch manchmal nutzt alles zusammen nichts und die Hilfe der Großen ist unerlässlich. Die Illustrationen sind einfach, stark konturiert und in kräftigen Farben. Dennoch fehlt es den ProtagonistInnen nicht an Ausdruckskraft und es wird eine wunderbare, stimmige Atmosphäre vermittelt. Der vorherrschende Farbton ist himmelblau, leicht ins Türkis gehend. Das Haus ist weiß, mit roter Türe und rotem Dach. Der Kuchen sieht wirklich zum Anbeißen aus und man möchte ihn gerne selber aus dem Fenster stibitzen. Die Geschichte hat einen guten, kurzen Spannungsbogen, der sich in Wohlgefallen auflöst. Ein wunderbares Buch für die jüngste Leserschaft, das Lust macht auf mehr anspruchsvolle Bilderbücher.

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Quelle: LHW.Lesen.Hören.Wissen (http://www.provinz.bz.it/kulturabteilung/bibliotheken/320.asp);
Autor: Martina Koler;
Türkisfarbener Hintergrund, ein turmartiges, hohes, weißes Haus mit rotem Dach und roter Tür, einem kleinen Fenster, eine Stromleitung und natürlich einige sehr klar gezeichnete Figuren, die die Geschichte erzählen. Mehr benötigt dieses hochformatige, hochglänzende Pappbilderbuch nicht und ist doch und gerade deshalb ein wahres Kunstwerk für die Allerkleinsten. Mit äußerst wenigen, jedoch bedacht eingesetzten Worten und sehr einfachen, aber vielsagenden und humorvollen Bildern wird hier die Geschichte von 6 Tieren erzählt, die unbedingt das oberste Stockwerk eines sehr hohen Hauses erklimmen wollen, da sie dort hinter dem Fenster einen Kuchen erspähen. Wie die Bremer Stadtmusikanten steigt nun ein Tier auf das andere - Bär, Schwein, Hund, Hase, Huhn und Frosch. Just in dem Augenblick, da die Freunde ihr Ziel mit allerlei Verrenkungen beinah erreicht haben, erscheint ein Kind am Fenster, packt den Kuchen und verschwindet. Die Tiere purzeln kopfunter, kopfüber enttäuscht zu Boden. Nur ein kleiner Vogel, der das gesamte Buch hindurch am oberen Bildrand als stummer Beobachter erscheint, zieht seinen Nutzen aus der ganzen Aufregung. Auf der letzten Doppelseite aber öffnet sich die rote Haustür - und heraus tritt das Kind mit dem Kuchen. Wem läuft da nicht das Wasser im Munde zusammen?