Die Hüte der Frau Strubinski

Die Hüte der Frau Strubinski, 2013
Libresso
Verfügbar Ja (1) Titel ist in dieser Bibliothek verfügbar
Exemplare gesamt 1
Exemplare verliehen 0
Reservierungen 0Reservieren
Medienart Buch
ISBN 978-3-7026-5851-9
Beteiligte Personen Bansch, Helga Wikipedia
Beteiligte Personen Janisch, Hein 570 z Wikipedia
Systematik KK - Kinder Kindergarten
Verlag Jungbrunnen
Ort Wien
Jahr 2013
Umfang [13] Bl.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Heinz Janisch. Helga Bansch [Ill.]
Illustrationsang überw. Ill. (farb.)
Annotation Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/);
Autor: Nico Kalteis;
Annotation: Frau Strubinski und ihre Enkeltochter Mira finden für alle den passenden Hut, der ihre Trägerinnen und Träger gut behütet. Heinz Janisch und Helga Bansch schlagen mit diesem Buch leise Töne an, die in einem poetischen Zwischenort angesiedelt sind.
Rezension: Frau Strubinski liebt nicht nur Hüte, sondern weiß offensichtlich auch, dass es wichtig ist, gut behütet durchs Leben zu gehen. Dass zu diesem Behufe nicht jeder Hut auf jeden Kopf passt, ist ihr sonnenklar. Frau Strubinski weiß auf den ersten Blick, wer welchen Hut braucht. Die Traurigen, Unruhigen oder Lauten bekommen den passenden Hut auf den Kopf gesetzt, damit sie die anderen Seiten ihres Seins erfahren können. Doch nicht nur Frau Strubinski versteht sich auf solch kompensatorische Hutauswahl, auch ihre Enkeltochter Mira, die sie jeden Nachmittag besuchen kommt, trifft stets die richtige Wahl. Frau Strubinski und Mira tragen selbst jeden Tag einen anderen Hut und will mal keiner so richtig passen, gehen sie vor das Geschäft und lassen sich den Wind durch die Haare sausen.
Wie so oft hat Heinz Janisch einen poetischen Blick auf seine Geschichte gelegt. Er siedelt Erzählungen immer wieder am Rand des realistisch Erfahrbaren an, stellt seine Figuren an einen Zwischenort und dieses Dazwischen markiert den besonderen Klang des narrativ Vermittelten. Er gestaltet, um in dieser Metaphorik zu bleiben, nicht nur eine einfache Melodie, sondern spielt mehrstimmig und bringt zwischen den Zeilen die leisen Töne zum Klingen.
Helga Bansch greift in ihren Illustrationen genau diese Ebene des Textes auf und kollagiert, malt, druckt, zeichnet und bebildert damit diesen Zwischenort besonders stimmig. Sie gestaltet mit ihren Bildern das lesbare, aber auch das zwischen den Zeilen Stehende. Auch sie nimmt entrückte Erzählperspektiven ein und beide, Bansch und Janisch, weiten damit den Blick auf Sein und Dasein oder erzählen zumindest Geschichten, die wunderbarer nicht sein können.
FOLDER ÖKJB-Preis 2014:Frau Strubinskis Hüte sind weit mehr als bloße Kopfbedeckung. Auf geheimnisvolle Weise beeinflussen sie Charakter und Gefühlsleben jedweder Kundschaft. Egal ob jemand gerade glücklich, traurig, unruhig, verliebt oder schweigsam ist die berühmte Frau Strubinski weiß Rat und findet für jeden Menschen den passenden Hut. Eine poetisch-philosophische Geschichte mit zauberhaft zarten Bildern.

----
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Elisabeth Zehetmayer;
Lebenshüte für alle! Intelligent-charmantes Bilderbuchvergnügen für Groß und Klein. (ab 4) (JD)
Wem gehört welche Kopfbedeckung? Zum fröhlichen Raten, Suchen und Probieren mit Wicki, Pinocchio und Co lädt bereits das Spiel am Vor-/Nachsatzblatt dieses feinsinnigen Bilderbuchs ein. Eine extravagant behutete Elefantenparade geleitet uns vom Haupttitelblatt in Frau Strubinskis Laden, wo eine kuriose Hutgesellschaft wie in einem Dornröschenschlaf versunken auf Tischen und Regalen ihre neuen Besitzer erwartet. Sobald ein Kunde das Geschäft betritt, erwacht alles zum Leben.
Frau Strubinski ist für ihren zielsicheren Geschmack allseits berühmt. Sie erkennt sofort, wer welchen Hut benötigt. Außerdem hat sie eine sehr begabte Assistentin, ihre Enkeltochter Mira, mit ihr versteht sich die alte Dame ganz ohne Worte. Gemeinsam finden sie für jeden Bedarf genau das Richtige, der Schweigsame bekommt einen Zylinder mit vielen kleinen Löchern, damit beim Gehen der Wind darin Flöte spielen kann, aber auch Traurige, Unruhige oder Verliebte werden ideal behütet und für Kinder nimmt sich das liebenswerte Duo besonders viel Zeit. Wie mag wohl der Hut des Glücklichen aussehen? Und wie zaubert Frau Strubinski Mira an Tagen, wo so gar kein Hut passen will, doch noch ein Lächeln ins Gesicht?
Helga Bansch erschafft ein schillerndes Hutuniversum, in ihren technisch raffiniert und variantenreich gestalteten Illustrationen gibt es hunderte Details zu entdecken. Assoziationen zu Märchengestalten, Figuren der klassischen Kinderliteratur und surrealen Bilderwelten werden geweckt und laden zum Schauen und Staunen ein. Heinz Janisch haucht den Hüten ein wundersames Eigenleben ein, geschickt setzt er das Stilmittel der Personifikation ein, seine zartschwebende Poesie und kluge Psychologie verleihen dieser stillen, zum Nachdenken anregenden Geschichte ihren individuellen Zauber. Das Buch bietet allerlei Ansätze für Gespräche über Gefühle, Stimmungen, Charaktere und den geglückten Dialog zwischen den Generationen. Bild und Text fordern die eigene Kreativität heraus, in der Bibliothek lässt sich das Bilderbuch vielseitig präsentieren, diverse Kopfbedeckungen können mitgebracht, selbst gebastelt und für Rollenspiele verwendet werden. So ganz nebenbei werden der Zahlenraum von 1 bis 15 und das Alphabet erkundet.
Ein Bilderbuch für die ganze Familie, zum immer wieder Durchblättern, Spielen, Reden oder stillen Betrachten.

----
Quelle: LHW.Lesen.Hören.Wissen (http://www.provinz.bz.it/kulturabteilung/bibliotheken/320.asp);
Autor: Martina Koler;
Mira, die Enkelin der titelgebenden Hutmacherin hat die Gabe ihrer Großmutter geerbt: beiden verstehen es vortrefflich, jedem Menschen den richtigen Hut zu verpassen. Eine wunderbar poetisch-philosophische Geschichte, wie sie nur Heinz Janisch schreiben und Helga Bansch illustrieren kann. Ganz gleich, ob ihre Kundschaft traurig, fröhlich, unruhig, laut oder leise, verliebt und glücklich ist, jung oder alt - für alle näht Frau Strubinski den passenden Hut und alle verlassen sie das Geschäft um eine Facette und natürlich einen Hut reicher. Und selbst, wenn Mira mal keinen passenden Hut für sich findet, hat ihre Großmutter die richtige Idee Eine sehr ruhige Geschichte, die nicht nur zeigt, wie unterschiedlich Menschen sind, sondern auch der Frage nachgeht, wie diese durch Einfühlungsvermögen und das entsprechende Kleidungsstück wachsen und sich entfalten können. Dazu hat Helga Bansch poetische Bilder geschaffen, die die Worte untermalen, aber weitaus mehr zeigen, als im Text zu lesen ist. Mit Zeichnungen, verschiedensten Druckverfahren und Collagen gelingt es auch ihr, immer den passenden Hut für die verschiedenen Figuren zu finden.

----
Quelle: STUBE (http://www.stube.at/);
Jeder Topf hat einen Deckel oder in diesem Falle: Für jeden Menschen gibt es den passenden Hut! Der charakterlich Laute bekommt einen Hut, mit dem er in der Stille das Rauschen des Meeres wahrnehmen kann, der Schweigsame einen, durch den der Wind Flöte spielen kann es gibt keinen Menschen der in Frau Strubinskis Geschäft kommt und es nicht mit dem perfekten Hut verlässt. Die Illustrationen von Bansch setzen sich aus einem Stilmix, wie z.B. Skizzen, farbigen wie schwarz-weißen Elementen oder Bleistiftumrissen, zu einer stimmigen Collage zusammen, die aufmerksame Betrachtende fordert, um wirklich alle Details zu entdecken. Begleitet werden sie von klugen und poetischen Einzelsätzen, die mit genauen Beobachtungen arbeiten. Auf dem Vorsatzpapier können Lesende dann selbst testen, wie gut sie Charaktere mit einer Kopfbedeckung vervollständigen können
*Katharina Portugal / STUBE*