Nis Randers

Nis Randers, 2015
Libresso
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Medienart Buch
ISBN 978-3-934029-65-1
Beteiligte Personen Ernst, Otto Wikipedia
Beteiligte Personen Krejtschi, Tobias Wikipedia
Systematik KI - Kinder
Verlag Kindermann
Ort Berlin
Jahr 2015
Umfang [20] S.
Altersbeschränkung keine
Reihe Poesie für Kinder
Sprache deutsch
Verfasserangabe Otto Ernst. Mit Bildern von Tobias Krejtschi
Illustrationsang überw. Ill.
Annotation Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/);
Autor: Marlene Zöhrer;
Annotation: Ein dramatisches Abenteuer auf hoher See, basierend auf einer Ballade von Otto Ernst.
Rezension: Tosend schäumende Wellen, eine aufgebrachte, tiefschwarze unwirtliche See vor einem von Blitzen durchtrennten, blutroten Himmel es sieht nicht gut aus für den in Seenot geratenen Dreimaster: Gleich holt sichs der Abgrund, heißt es da in der Ballade von Otto Ernst.
Abermals hat sich der in Hamburg lebende Künstler Tobias Krejtschi ein Seefahrer-Gedicht als Grundlage für seine Arbeit gewählt. Und wie schon in seiner Diplomarbeit zu Theodor Fontanes John Maynard, das 2008 ebenfalls im Kindermann Verlag in der Reihe Poesie für Kinder erschien, brilliert er auch hier in der Darstellung der tragischen Geschehnisse auf hoher See. Die Dramatik, die er seinen Bildern zu Otto Ernsts Nis Randers durch die dunkle, kontrastreiche Farbgebung und den gekonnten Einsatz von Perspektive sowie die Gestaltung des Bildraums erzeugt, ist kaum zu übertreffen. Schaurig packend und atemberaubend schön rast beispielsweise die meterhohe Welle heran, deren Schaumkrone sich zu majestätischen Pferden formt, um das kleine Ruderboot vor sich zu verschlingen: Mit feurigen Geißeln peitscht das Meer | Die menschenfressenden Rosse daher; Sie schnauben und schäumen. Doch die sechsköpfige Truppe um Nis Randers lässt sich nicht beirren: Trotz aller Einwände von Nis Mutter und der unbezwingbar scheinenden Naturgewalten retten sie den Seemann, der sich an den Hauptmast des sinkenden Schiffes geklammert hat. Und ihr Einsatz wird belohnt: es handelt sich um den seit drei Jahren vermissten Bruder von Nis. Ein filmreifes Happyend und ein Glücksfall für die Ballade aus dem Jahr 1901, der durch die Bilder Krejtschis neues Leben eingehaucht wird.

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Quelle: STUBE (http://www.stube.at/);
Krachen und Heulen und berstende Nacht, Dunkel und Flammen in rasender Jagd ein Schrei durch die Brandung! Dramatisch bis zum Schluss präsentiert sich die klassische Ballade, deren Protagonist sieht, wie sich ein Mann am Mast des sturmgebeugten Schiffes festklammert. Er will ihm zu Hilfe eilen. Vergeblich fleht die Mutter, er möge in Sicherheit bleiben Nis sticht gemeinsam mit sechs anderen in See. Tobias Krejtschi zeigt sie als bärtige Männer, die in ihrer aus der Zeit gefallenen Ölkleidung den Elementen trotzen. Düster und mächtig erhebt sich über ihnen das Meer, die Gischt türmt sich zu jenen menschenfressenden Rossen auf, von denen die Ballade spricht. Sie scheinen über das Boot hinweg zu galoppieren, während der Blitz in die feuerrote Finsternis schlägt: Markante Farbakzente mit deren Hilfe die Intensität der Ballade illustratorisch aufgegriffen wird.
*STUBE*