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KK
Iso
Der Ballon
Isol, 2014| Libresso | |
| Verfügbar |
Ja (1)
|
| Exemplare gesamt | 1 |
| Exemplare verliehen | 0 |
| Reservierungen | 0Reservieren |
| Medienart | Buch |
| ISBN | 978-3-7026-5856-4 |
| Verfasser | Isol
|
| Beteiligte Personen | Rühmann, Karl [Übers.]
|
| Systematik | KK - Kinder Kindergarten |
| Schlagworte | Tochter, Mutter, rot, Wut, Bilderbuch, Phantastische Erzählung, Ballon, Metamorphose, ÖKJB-Preis 2015 Kollektion |
| Verlag | Verl Jungbrunnen |
| Ort | Wien |
| Jahr | 2014 |
| Umfang | [24] S. |
| Altersbeschränkung | keine |
| Auflage | 1. Aufl. |
| Sprache | deutsch |
| Verfasserangabe | Text und Bilder von ISOL |
| Illustrationsang | überw. Ill. |
| Annotation | Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/); Autor: Heike Byn; Annotation: Wenn Mütter abheben. Rezension: Andauerndes Sich-Aufblasen und Herumschreien ist weder gut für die eigene Gesundheit, noch ist es der Beziehung zu nahestehenden Personen förderlich. Das muss auch Emilias Mutter erfahren, die sich von einem Moment auf den nächsten im Stillsein übt: Letzten Dienstag blies sie sich auf und wurde rot (das war nichts Neues). Und auf einmal war sie ein Ballon: schön, rot, leuchtend. Selber schuld, denkt man da wenig mitfühlend über die cholerische Mutter dieses entzückenden Mädchens mit seinen kecken Zöpfen und dem Kuscheltier an der Hand. Hat die Mutter die Doppelbelastung von Beruf und Familie nicht mehr ertragen? War sie alleinerziehend und mit einem hochbegabten oder hyperaktiven Kind überfordert? Wir wissen es nicht, denn die argentinische Illustratorin Isol, im letzten Jahr ausgezeichnet mit dem Astrid Lindgren-Gedächtnis-Preis, erzählt diese wunderbar runde Bildergeschichte ganz im Hier und Jetzt. Reduziert auf den Moment und in der Farbgebung: ein Spiel mit warmen Beige- und Brauntönen, lediglich durchbrochen vom hypertonischen Orange der monströs angewachsenen Mutter und dem fröhlich-satten Rot des Ballons. Vom Zeitpunkt der Verwandlung an entdeckt Emilia ihre Liebe zur schweigsamen Ballon-Mama wieder neu. Endlich ist gemeinsames Spielen möglich, endlich kann sie mit der Mama Spaß haben! Vielleicht lächelt die nicht so hübsch wie die Mutter einer Spielkameradin im Park, doch ebenso lakonisch wie weise resümiert die kleine Emilia: Na ja manchmal kann man nicht alles haben. Beschämt klappen die unzulänglichen Eltern unter uns das Büchlein zu. Manch eine trägt dabei vielleicht sogar den Hauch einer Röte im Gesicht. FOLDER ÖKJB-Preis 2015: Was für eine freche, aufmüpfige, rebellische Geschichte! Da schreit und tobt eine Mama so lange, bis sie sich verwandelt in einen Luftballon, schön, rot, leuchtend. Warum der Wutausbruch, warum die Zornesröte? Das verschweigt die argentinische Künstlerin in ihrem pointenreichen und provokanten Bilderbuch. Sie konzentriert sich lieber ganz auf das Kind, das nun in aller Ruhe mit dem Luftballon spielen kann. ---- Quelle: Unsere Kinder (http://www.unserekinder.at/); Autor: Veronika Mayer-Miedl; Das Bilderbuch "Der Ballon" dreht sich um den Umgang mit Aggression, mit schreienden Erwachsenen und um den kindlichen Wunsch nach Verwandlung in bestimmten Situationen. Die starke Story der argentinischen Autorin ISOL regt zum Widerspruch an: Was sollen Kinder mit den Bildern dieser kreischenden Mutter anfangen? Ist es ein Tabubruch, den Kontrollverlust einer übermächtigen Erziehungsberechtigten so drastisch darzustellen? Das handliche Format legt den Schluss nahe, "Der Ballon" sei ausschließlich dafür entstanden, mit verschwörerischem Augenzwinkern unter humorvoll-bekennenden "Schreimüttern" weitergegeben zu werden. Doch ebenso wie Zaubermärchen Kinder ab dem ca. 4. Lebensjahr magisch faszinieren, bietet dieses Buch für alle wertvollen Gesprächsanlass. In Argentinien ist das Kultbuch "El Globo" bei Bilderbuchvermittlerinnen in Bibliotheken längst ein Renner. Eine schreiende Mutter voller Feuer und Temperament ist immer noch besser als eine lethargische, die Gleichgültigkeit ausstrahlt und "Laissez-faire" praktiziert. Desinteresse und ein unterkühlter, nur aufs Funktionieren bedachter, professionellpädagogischer Umgang kann für Kinder gefährlich sein. Dem ist Reibungswärme eindeutig vorzuziehen. Wer sich selbst Fehler erlaubt, ist übrigens anderen gegenüber oftmals nachsichtiger. Und, nicht zu vergessen: Bei Wut und Zorn gibt es auch eine positive, produktive, ja sogar konstruktive Dimension (das Wort Aggression hat herkunftsmäßig mit dem lateinischen Begriff für "etwas beginnen, unternehmen" zu tun). Diese Frau will etwas - von ihrem Kind oder für sich selbst. Was, das bleibt unklar, und sei es nur eine Veränderung der für beide unerträglichen Situation. Die lauthals brüllende Erwachsene ist so außer sich geraten, dass sie es wahrscheinlich selbst nicht mehr benennen kann. Die meisten Menschen, die regelmäßig mit Kindern zu tun haben, kennen Momente der Ohnmacht, wo ein Lautwerden befreiend zu wirken scheint. Aber natürlich schadet es der Beziehung und ist nie hilfreich, wenn unbeherrscht-hysterisch herumgeschrien wird. Als die Situation kippt, macht Emilia etwas unglaublich Kluges: Sie begreift, dass jeder Kommunikationsversuch mit der Schreienden sinnlos ist. Ebenso könnte sie einen roten aufgeblasenen Gasluftballon dabeihaben während eines Ausfluges in den Park: Wer hält da wen an der Hand? Wer führt wen vor? Das Mädchen schützt sich in seiner Vorstellung vor Verletzung, gibt sogar liebevoll auf seinen Ballon acht und verteidigt ihn mutig gegen imaginäre beißende Hunde. Es stellt sich vor, andere Kinder bewunderten den Ballon, als Bestätigung, dass das, was es mit seiner Hand berührt, nicht wirklich seine Mutter ist. Nicht so, wie es sich seine Mutter wünscht: ruhig, souverän, wunderschön leuchtend und strahlend, gelassen über allem stehend. Und unbeschwerten ausgelassenen Spielen aufgeschlossen. Mit lockeren frech hingezeichneten Strichen und großzügig gekritzelten Farbflächen in den drei leicht gebrochenen Grundtönen Rot, Gelb- Orange und Hellblau-Türkis fängt ISOL die Entgleisung der Mutter gekonnt ein. Ebenso transportiert sie damit die grandiose Fähigkeit der Tochter, mit der schwierigen Situation kreativ und fantasievoll umzugehen. Ihr Bedürfnis nach Spaß und Freude wird im offen gehaltenen Ende überdeutlich. Wünschen wir den beiden das Allerbeste und erinnern wir uns im pädagogischen Alltag an die versöhnliche Botschaft des Büchleins: Nimm´s leicht, sei fröhlich und rund einmal wie ein Luftballon! Genieße das Leben mit den dir anvertrauten Kindern! |