Der verliebte Koch

Hochleitner, Verena, 2015
Libresso
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Medienart Buch
ISBN 978-3-902844-87-3
Verfasser Hochleitner, Verena Wikipedia
Systematik KK - Kinder Kindergarten
Verlag Luftschacht-Verl.
Ort Wien
Jahr 2015
Umfang [17] Bl.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Verena Hochleitner
Illustrationsang überw. Ill.
Annotation Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/);
Autor: Marlene Zöhrer;
Liebe liegt in der Luft wortwörtlich. Denn Verena Hochleitner schickt in ihrem Bilderbuch verliebte Gedanken auf die Reise. Die eines Kochs, um genau zu sein, der seine verliebten Gedanken nämlich gedankenverloren in die Suppe von Herrn Aichinger gerührt. Da der jedoch damit so gar nichts anfangen kann er ist ein unglücklicher Mensch und erträgt verliebte Gedanken nicht , scheucht er die pistaziengrünen, herzförmigen, geschwungenen Linien durchs Restaurantfenster hinaus in die sonst grau-schwarze Stadt. Dort breiten sie sich aus wie die schönsten frühlingsgefühle, führen neue Paare zusammen, erinnern alte daran, ihre gemeinsamen Wünsche in die Tat umzusetzen. Sie machen sanftmütig und tolerant, ja sie sorgen sogar dafür, dass sich Alexander, Basil und Cyril, normalerweise der Schrecken des Schwimmbads, heute ganz vorbildhaft und lieb benehmen. Einfach, weil die Gedanken vom Umherschweifen schon etwas hungrig sind und am Gewissen der Buben nagen. Ein Straßenmusiker schließlich, der einige der verliebten Gedanken des Kochs aus der Luft greift, lässt mit seiner Melodie die ganze Stadt im Liebestaumel versinken, der zu guter Letzt nicht einmal Herrn Aichinger völlig kalt ließ. Ob er den Popsong Love is in the air aus den späten 1970er Jahren zum Besten gibt, verrät Hochleitner nicht. Dafür erzählt sie allerhand über die Liebe und deren eigenwillige Wege. Und davon, wie schön ein harmonisches, tolerantes Miteinander ist. Denn die Stärke des Bilderbuchs liegt sicherlich auch in der Darstellung der bunt durchmischten, multikulturellen Stadtbewohner, die Hochleitner als sich überlagernde und durchscheinende Collagen im freien Raum inszeniert. Beruf, soziale Stellung, Herkunft, Hautfarbe oder sexuelle Orientierung spielen keine Rolle wenn es um die Liebe geht, sind alle Menschen gleich. Und glücklich.
FOLDER ÖKJB-Preis 2016: Wenn ein verliebter Koch seine Gefühle in eine Suppe rührt, ein unglücklicher Gast sie aber als Haar verkennt und aus dem Fenster scheucht, dann liegt etwas in der Luft. Es kann eine ganze Stadt verzaubern, wenn verliebte Gedanken wie ein grüner Faden durch die Straßen schweben. Sie sorgen dafür, dass Frau Brunnsteiner den Tag mit Herrn Çakir verbringt, Herr Dvorak mit seiner Freundin stante pede in den Norden fährt und die kleine schwarzhaarige Minka sich in einen jungen Kater verliebt. Sie sind auch dafür verantwortlich, dass drei böse Buben mit nichts als Unfug im Kopf nicht wiederzuerkennen sind. Verena Hochleitner fädelt in ihrem Bilderbuch kleine Szenen eines vielfältigen Großstadtlebens wie Perlen auf. Ihr Stadtraum ist hell und luftig, die Bildebenen in vielen Grautönen mit in Szene gesetzt überlagern einander, werden durchscheinend und leicht. Am Ende des Tages finden die verliebten Gedanken zum Koch zurück und er zu seinem Liebsten.

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Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Cornelia Gstöttinger;
Pistaziengrünes Liebesglück färbt positiv auf eine ganze Stadt ab. (ab 4) (JD)
Gedankenverloren rührt der verliebte Koch in den Töpfen und merkt gar nicht, dass er eine etwas eigentümliche Suppenbeilage kreiert. Der griesgrämige Gast Herr Aichinger beschwert sich jedoch sogleich mit finsterem Blick und scheucht die sich in der Suppe kringelnden verliebten Gedanken zum Fenster hinaus. So kommt es, dass die in zartem Pistaziengrün gehaltenen, herzförmigen Spiralen durch die ganze Stadt schweben und positive Stimmung verbreiten.
Wie schön ist es, sein Glück zu teilen! Verena Hochleitner schickt hier eine ganze Stadt, Jung und Alt, Mann und Frau, Katze und Hund, in den Liebestaumel. Da werden erste Schritte aufeinander zu gemacht, Gelegenheiten beim Schopf gepackt, lange gehegte und nie verwirklichte Pläne in die Tat umgesetzt - und letztlich öffnet sogar der unglückliche Herr Aichinger ein klein wenig sein Herz. Die österreichische Illustratorin lässt ihre Figuren mit den für sie typischen Mienen vor viel Weißraum agieren. Die dominierenden Grautöne wirken etwas düster und eintönig, lenken aber den Blick der BetrachterInnen auf die grünen Glücksgedankensprengsel. Aufmerksames Blättern lohnt sich - viele Figuren wandern durch die Stadt und damit durch die Seiten dieses Bilderbuches.
Öffnen Sie mit Ihrem Schatz an Ihrer Seite das mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2016 ausgezeichnete Buch und lassen ein paar verliebte Gedanken frei. Empfehlenswert für Jung und Alt und alle Büchereien!