Totgeglaubte leben länger : Roman

Reichs, Kathy, 2005
Libresso
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Medienart Buch
ISBN 978-3-89667-288-9
Verfasser Reichs, Kathy Wikipedia
Beteiligte Personen Berr, Klaus [Übers.] Wikipedia
Systematik DK - Deutsch Krimi
Verlag Blessing
Ort München
Jahr 2005
Umfang 413 S.
Altersbeschränkung keine
Auflage 1. Aufl.
Sprache deutsch
Verfasserangabe Kathy Reichs
Annotation Quelle: Bücherschau (Büchereiservice des ÖGB) (http://www.buecherei.at/);
Kathy Reichs´ achter Roman basiert auf Fakten des Archäologen James Tabor, der die Ungereimtheiten bezüglich der Masada Ausgrabungen erforscht hat, die die Geschichte Jesu Christi in neuem Licht erscheinen lassen könnten. Mysteriöse Skelette, verschwundene Aufzeichnungen und geplünderte Grabstätten sowie der Christusbezug sind doch - nach dem Erfolg des Romans "Sakrileg" - wahrlich treffliche Ingredienzien für einen Thriller. Das Buch beginnt mit einem bizarren Todesfall in Quebec.
Die forensische Anthropologin Temperance Brennan wird in ein Haus in Verdun gebeten. Die Mieter wunderten sich über den schlechten Abzug des Kamins im Wohnzimmer. Beim Stochern mit dem Besenstil im Kaminschacht stießen sie auf eine verkohlte, geräucherte Leiche. Diese zu untersuchen ist Brennans erste Aufgabe. Wenig später wird der Geschäftsmann Avram Ferris tot im Schrankzimmer seines Büros aufgefunden, alles weist auf Selbstmord hin. Brennan muss die Schädelsplitter akribisch zusammensetzen - was in jedem Roman der Autorin genüsslich breitgewalzt wird - und stellt zu ihrer Verwunderung fest, dass die Verletzungen an der Leiche von mehr als einer Kugel stammen müssen. Fall 3: Ein Unbekannter bringt Tempe Brennan ein Foto, das angeblich aus Israel stammt und erklären soll, warum Ferris sterben musste. Das Bild zeigt ein säuberlich angeordnetes Skelett, daneben Fußabdrücke im Staub und einen Pinsel, der zur Größenorientierung mit aufgenommen wurde. Dieses 1963 in Masada aufgenommene Foto ist jedoch von beträchtlicher Brisanz, denn es könnte um das Skelett Christi handeln. Die Publikation würde erheblich an christlichen Glaubensgrundsätzen rütteln. Ist solches Wissen nicht Grund genug für einen Mord?
Leider gelingt es der Autorin in diesem Buch nicht, Klarheit und Geradlinigkeit in die Geschichte zu bringen. Was hier in der Zusammenfassung interessant und spannend klingt, wirkt im Roman verwirrend und verstörend. Da Leser ihren Lieblingsautoren oft treu bleiben, muss man auch feststellen, dass das Auswalzen der Arbeit einer forensischen Anthropologin, das in jedem Roman von Kathy Reichs einen erheblichen Bestandteil bildet, eine gewisse Langeweile erzeugt.
Peter Lauda