Das Vermächtns der Gartenhexe

Kooij, Rachel van, 2002
Libresso
Verfügbar Ja (1) Titel ist in dieser Bibliothek verfügbar
Exemplare gesamt 1
Exemplare verliehen 0
Reservierungen 0Reservieren
Medienart Buch
ISBN 978-3-7026-5744-4
Verfasser Kooij, Rachel van Wikipedia
Systematik KI - Kinder
Verlag Jungbrunnen
Ort Wien
Jahr 2002
Umfang 118 S.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Rachel van Kooij
Annotation Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/);
Autor: Jutta Kleedorfer;
Annotation: Eine mit Leichtigkeit erzählte Alltagsgeschichte von Stadtkindern, die um einen Abenteuerspielplatz kämpfen.
Rezension: Tobias lebt in einer Wohngegend mit wenig Grün, daher macht er voll Eifer bei einem Wettbewerb zur Gestaltung eines Abenteuerspielplatzes mit. Als er sich das Grundstück näher ansieht, um besser planen zu können, trifft er auf die etwa gleichaltrige Stefanie. Gemeinsam erkunden sie das mit einem hohen Zaun umgebene Gelände - einen alten, etwas verwilderten Garten und eine Villa, in der drei betagte Damen wohnen. Zuerst schrecken sich die Kinder vor der "Garten-, Küchen- und Ausgehhexe", doch bald erkennen sie, dass die Errichtung des Kinderspielplatzes die Delogierung der drei Frauen bedeuten würde. Sie gründen daraufhin einen "Gartenclub" und erfüllen damit indirekt das "Vermächtnis der Gartenhexe", die schon in ihrer Kindheit den Garten für die Kinder der Umgebung zugänglich machen wollte. Als der Gerichtsvollzieher die Zwangsräumung veranlassen will, organisieren die Kinder mit ihren Freunden eine erfolgreiche Demonstration. Auf Druck der Öffentlichkeit muss auch der Bürgermeister einlenken und so wird der Garten mit der Villa zu einem Lebensraum für die Jungen und die Alten.
Eine spannend erzählte Kindergeschichte, in der vorbildlich Zivilcourage, soziales Engagement und gegenseitige Rücksichtnahme thematisiert wird.

----
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Uschi Pirker;
Tobias und Stefanie retten ein Paradies. (ab 8) (JE)

Tobias und Stefanie sind typische Großstadtkinder des 21. Jahrhunderts. Ihre Eltern arbeiten, sie sind die meiste Zeit alleine. Ihre Wohnumgebung ist grau und trist, und zumeist reglementiert. Die Kinder haben sich dieser Lebensform bereits untergeordnet. Eines Tages erfährt Tobias davon, dass in der Nähe ein Abenteuerspielplatz gebaut werden soll und dass die Stadt einen Ideenwettbewerb dazu veranstaltet. Tobias beschließt, sich das Grundstück genauer anzuschauen, bevor er mit dem Planen beginnt. Er ist sehr erstaunt, als er ein fest umzäuntes, uneinsichtiges Areal vorfindet, zu dem es keinen Eingang gibt. Gemeinsam mit Stefanie, die er zufällig dort kennen lernt, trifft er auf so manche Überraschungen.
Rachel von Kooij hat hier ein modernes Märchen geschrieben, das die typischen Märchenklischees als Schablonen enthält, die aber durch ungewöhnliche Elemente gefüllt sind. So ist zum Beispiel die klassische Charakterdarstellung des Jungen und des Mädchens, die gemeinsam ein Abenteuer erleben, verdreht. Stefanie ist das mutige, geschickte und vorausdenkende Mädchen, das Tobias durchaus mal den Arm um die Schulter legt und ihm Mut zuspricht. Diese Verdrehung der traditionellen Rollenmuster wird so konsequent durchgezogen, dass sie dabei völlig authentisch bleibt. - Ein empfehlenswerter Kinderroman, der Kindern Mut macht, ihr Schicksal auch mal selbst in die Hand zu nehmen.