Rosi in der Geisterbahn

Waechter, Philip, 2005
Libresso
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Medienart Buch
ISBN 978-3-407-79337-9
Verfasser Waechter, Philip Wikipedia
Systematik KK - Kinder Kindergarten
Schlagworte Angstbewältigung
Verlag Beltz
Ort Weinheim
Jahr 2005
Umfang [16] Bl.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Philip Waechter
Illustrationsang überw. Ill. (farb.)
Annotation Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/);
Autor: Annette Zerpner;
Die wundersame Heilung der alptraumgeplagten Häsin Rosi (ab 3)
Die erste Doppelseite von "Rosi in der Geisterbahn" ist ein Knaller. Ein riesiges grünes Tiefseeungeheuer mit Überbiss beugt sich vor schwarzem Hintergrund über den Hasen im Ruderboot. Wie lässt sich diese Geschichte noch zum Guten wenden? Die Auflösung durch Autor-Illustrator Philip Waechter ist eigentlich ein alter Hut, doch das verzeiht man nach dem schockierenden Auftakt: Alles nur geträumt! Rosi ist eine grundsympathische Häsin, die seit einiger Zeit in ihrem Studentenwohnklo zwischen Yukka-Palme, Ordner-Regal und unordentlich angepinnten Postern nicht gut schläft. Der Grund sind monstermäßige Alpträume. Energisch versucht sie, sich den Psychostress mit allen modernen Mitteln vom Hals zu schaffen, als da wären grüner Tee, Yoga am Morgen, Therapiecouch und ein Lebenshilferatgeber, dessen Ratschläge sie akribisch und cool bis ans Hasenherz hinan umsetzt. In der Geisterbahn stellt sie dann fest, dass Monster auch Hasenfüße sind. Man muss nur vorbereitet sein und den Spieß umdrehen.
Manche der doppelseitigen Illustrationen in unaufgeregt stumpfen Farben haben Wimmelbuchqualität, andere Seiten zeigen Rosi in filmsequenzartigen Bilderfolgen vor weißem Hintergrund. Die vielfältige Monstermenagerie, die die Häsin in der Geisterbahn umgibt, ist in Sachen Bildaufteilung ein Meisterstück. Im Lichte einer Taschenlampe sieht man, dass das schließlich am Boden wimmernde Obermonster eine Klappe mit Schlüsselloch am Bauch und Schweißnähte wie ein Roboter hat. Komische Details helfen Kindern dabei, Monsterangst in ein kribbelndes Gruselgefühl zu verwandeln: Die Viecher sind zwar lebendig und man muss sie bekämpfen, aber sie sind eben nicht ganz echt. Philip Waechter hat mit "Rosi" ein genuines Kinderbuch geschaffen, das von den Kurzen immer wieder angeschleppt wird. Und auch diejenigen unter uns, die ihre Monster nicht mehr unter dem Bett finden, tröstet er mit sachter Ironie durch die Geschichte einer erfolgreichen Austreibung.

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Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Heidi Lexe;
Ein liebevoll und detailliert gestalteter Angstbewältigungskurs. (ab 3) (JD)

Nicht nur Siegmund Freud hätte seine helle Freude an dieser Bilderbuchgeschichte gehabt - insgesamt kommt hier die Wiener Seele voll auf ihre Kosten: Psychotherapeutensofa, das leckerste Eis am Platz (egal ob es nun von der Tuchlauben oder vom Schwedenplatz stammt) und natürlich die etwas in die Jahre gekommene Grottenbahn im Prater werden liebevoll aufgemöbelt, um der kleinen Rosi den entsprechenden Rahmen für ihre Traumbewältigungsgeschichte zu geben. Und Rosi macht der echten Wienerin alle Ehre - auch dann, wenn sie nicht raunzt, sondern sich mutig und aktiv ihren latenten Verunsicherungen stellt. Ein wenig Yoga, gezielte Lektüre, ein wenig Karate-Training mit der Stehlampe und sehr viel Raffinement in der Konfrontation mit den eigenen Ängsten - so lassen sich im Dunkel der Geisterbahn die furchterregendsten Ungeheuer zähmen. Mit leichter Hand wohlgemerkt, denn schließlich ist hier Philip Waechter am Werk, der eine Vielzahl kleiner Details in seine szenisch gestalteten Illustrationen einarbeitet und damit unendlich viel Lust aufs Hinschauen und Entdecken macht. Sehr zu empfehlen ab 3 Jahren.

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Quelle: STUBE (http://www.stube.at/);
Nicht nur Sigmund Freud hätte seine helle Freude an dieser Bilderbuchgeschichte gehabt - insgesamt kommt hier die Wiener Seele voll auf ihre Kosten, indem sie vom Lieblingseisgeschäft bis hin zur Grottenbahn auf Vergleichbares trifft. Selbst Hauptfigur Rosi macht den WienerInnen alle Ehre - auch dann, wenn sie nicht raunzt, sondern sich mutig und aktiv ihren latenten Verunsicherungen stellt. Ein wenig Yoga, gezielte Lektüre, ein wenig Karate-Training mit der Stehlampe und sehr viel Raffinement in der Konfrontation mit den eigenen Ängsten - so lassen sich im Dunkel der Geisterbahn die furchterregendsten Ungeheuer zähmen. Mit viel Humor wohlgemerkt, denn schließlich ist hier Philip Waechter am Werk, der eine Vielzahl kleiner Details in seine szenisch gestalteten Illustrationen einarbeitet und damit Lust aufs Hinschauen und Entdecken macht.

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Quelle: Unsere Kinder (http://www.unserekinder.at/);
Autor: Elfie Kainz-Kazda*;
Monsterangst diagnostiziert der Traumspezialist Dr. Mau, den die kleine Häsin Rosi aufsucht, nachdem sie wieder einmal schweißgebadet aus einem Alptraum aufwacht. Selbstverständlich hat er auch ein Rezept für solche Fälle. Es ist ein Buch! Also besucht Rosi eine Buchhandlung und ersteht das Werk. Ein echter Ratgeber - für alle Notfälle dieser Art! Rosi lernt also, wie man Monster beruhigt, aber auch wie man sie mit einem gekonnten Schulterwurf außer Gefecht setzt - ein wenig Trockentraining mit der Stehlampe und schon beherrscht Rosi diesen speziellen Trick. Manchmal ist es allerdings besser, man ergreift einfach blitzschnell die Flucht. Nach der Lektüre weiß Rosi ganz genau, dass sie es mit jedem Monster aufnehmen kann. Und besucht gleich einmal die Geisterbahn Originelles Bilderbuch mit liebevoll und detailreich gezeichneten Bildern, das dem Thema Angstbewältigung neue Facetten abgewinnt.