Wer ist der Größte?

Maar, Paul, 2004
Libresso
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Medienart Buch
ISBN 978-3-7891-6862-8
Verfasser Maar, Paul Wikipedia
Beteiligte Personen Maar, Paul Wikipedia
Beteiligte Personen Gut, Peter Wikipedia
Systematik KK - Kinder Kindergarten
Schlagworte Inuit
Verlag Oetinger
Ort Hamburg
Jahr 2004
Umfang [16] Bl.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Paul Maar. Peter Gut
Illustrationsang durchg. Ill. (farb.)
Annotation Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/);
Autor: Elfie Kainz-Kazda;
Bilderbuch zu einer immer währenden Größen-Frage, beantwortet durch Naturmetaphern aus dem Reich der Inuit. (ab 5)
Natürlich sind es zwei Buben, die sich da streiten, um die scheinbar immerwährende Frage: "Wer ist der Größte?" Dass es sich bei den beiden um Inuit-Jungen aus Grönland oder aus dem Norden Amerikas handelt, ändert nichts an der scheinbaren Brisanz der Thematik. Allerdings hat das Heimatland schon seinen Einfluss auf die Sprachbilder, die zur Argumentation benützt werden können. Und so steht es fest wie ein Eisblock im Januar, dass Jonah der Größere ist. Natürlich ist damit Enuki überhaupt nicht einverstanden. Erst die alte Geschichte vom eingebildeten Mond und vom Hasen, denen es ganz schlecht bekam, dass sie sich für die Größten hielten, von Enukis Großmutter liebevoll erzählt, kann die beiden Streithähne kurz befrieden. Nur kurz natürlich! Aber dann behauptet Jonah sofort, dass selbstverständlich er der Stärkere von beiden sei, das stehe so fest wie ein Eisblock im Januar!
Eine alte Geschichte der Inuit, die früher Eskimos genannt wurden, in der selbstverständlich die Sonne als Siegerin über den Mond hervorgeht, erzählt der deutsche Kinderbuchautor Paul Maar neu und bettet sie in eine humorvolle Rahmengeschichte mit offenem Ende. Damit nimmt er den archaischen Naturbildern ihre Schwere und vermittelt gleichzeitig Einblicke in eine andere Kultur, die dem kindlichen Rezipienten die Möglichkeit zur Identifikation erleichtern. Peter Gut illustrierte die Geschichte mit warmen Farben und überraschenden Perspektiven. Schon sein vermenschlichter Mond und seine großartig strahlende Sonne machen das Buch zum Schauerlebnis. Mein Lieblingsbild ist allerdings das des Hasens, der gerade die Pfütze, in der sich der Mond spiegelte, ausgetrunken hat und nun von sich wirklich glaubt, der Allergrößte zu sein. Hoch aufgerichtet und das Bild füllend steht er da und trommelt mit den Vorderpfoten triumphierend gegen seine Brust. Doch was ist da im Hintergrund zu sehen? Etwa ein hungriger Fuchs?!
Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass sich die Geschichte selbstverständlich auch für Mädchen eignet, denn bei ihnen geht es vielleicht nicht um die Frage der Größe oder der Stärke, aber wahrscheinlich um Fragen der Schönheit oder der Beliebtheit. Bleibt für mich nur mehr eine Frage offen: "Wer ist die Allerschönste?" "Ich natürlich, oder?"

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Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Anita Ruckerbauer;
Gewisse Probleme sind also doch völkerübergreifend. (ab 4) (JD)

Die beiden Inuit-Jungen Jonah und Enuki streiten sich darum, wer der Größere ist. Schließlich bitten sie Enukis Großmutter, den Streit zu schlichten. Und die erzählt ihnen dazu eine alte Geschichte: Der Mond glaubt, der Größte zu sein, muss aber erkennen, dass sein Abbild leicht in einer kleinen Pfütze Platz hat. Diese wird von einem Hasen leer getrunken, der wiederum von einem Fuchs gefressen wird. Ist jetzt also der Fuchs der Größte? Das kommt dem Mond nun doch schön langsam verdächtig vor. Doch als er sich gerade wieder so richtig aufplustern will, steht er der Sonne gegenüber. Und deren imposante Erscheinung erstickt jede Diskussion im Keim. Vorerst sind auch die beiden Streithähne zufrieden - bis Jonah erklärt, er sei der Stärkere... Die Rahmengeschichte um die beiden Jungen dient nur als Aufhänger für die alte Inuitgeschichte, die im Mittelpunkt des Buches steht.
Peter Guts Figuren sind großflächig in warmen Farben mit viel Humor gezeichnet. Besonders bei den Inuit-Jungen mit ihren breiten strahlenden Gesichtern und vor allem bei der Mimik des Mondes merkt man, dass sich Gut auch mit Karikaturen beschäftigt hat. Die Mächtigkeit der Sonne ist mit einfachen Mitteln sehr überzeugend dargestellt. Eines der Highlights ist sicher der Hase im kurzen Augenblick seines Triumphes, während im Hintergrund schon der Fuchs lauert. Allen Beständen sehr zu empfehlen.

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Quelle: Unsere Kinder (http://www.unserekinder.at/);
Autor: Elfie Kainz-Kazda;
Natürlich sind es zwei Buben, die sich da streiten, um die Frage: "Wer ist der Größte?" Dass die beiden Inuit-Jungen aus Grönland sind hat Einfluss auf die Sprachbilder. Und so steht es fest wie ein Eisblock im Januar, dass Jonah der Größere ist. Damit ist Enuki überhaupt nicht einverstanden. Erst die alte Geschichte vom eingebildeten Mond und vom Hasen, denen es ganz schlecht bekam, dass sie sie sich für die Größten hielten, von Enukis Großmutter erzählt, kann die beiden Streithähne kurz befrieden.
Eine Geschichte der Inuit, in der die Sonne als Siegerin über den Mond hervorgeht, erzählt Paul Maar neu und bettet sie in eine humorvolle Rahmengeschichte mit offenem Ende. Damit nimmt er den archaischen Naturbildern die Schwere und vermittelt gleichzeitig Einblicke in eine andere Kultur. Peter Gut illustrierte die Geschichte mit warmen Farben und überraschenden Perspektiven. Schon sein vermenschlichter Mond und seine strahlende Sonne machen das Buch zum Schauerlebnis. Mein Lieblingsbild ist das des Hasens, der gerade die Pfütze, in der sich der Mond spiegelte, ausgetrunken hat und nun glaubt, der Allergrößte zu sein. Hoch aufgerichtet steht er da und trommelt sich triumphierend gegen die Brust. Doch was ist da im Hintergrund - ein hungriger Fuchs?!
Für Kinder ab 5 Jahren.