Peg, Li und Su haben sich verabschiedet

Pelz, Monika, 2002
Libresso
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Medienart Buch
ISBN 978-3-7026-5738-3
Verfasser Pelz, Monika Wikipedia
Verfasser Wolfsgruber, Linda Wikipedia
Systematik KI - Kinder
Verlag Verl. Jungbrunnen
Ort München
Jahr 2002
Umfang 96 S.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Monika Pelz. Mit Bildern 498 von Linda Wolfsgruber.
Annotation Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/);
Autor: Ilona Einwohlt;
Rezension: Einfach mal aussteigen, flüchten aus dem Alltagstrott, das wünscht sich doch jeder, oder? Koffer packen, Tür öffnen - sich verabschieden und einfach auf und davon ach ja. Aber die Geschichte von Monika Pelz ist kein Aussteigerroman, sondern viel, viel subtiler angelegt: Peg, Li und Su haben sich verabschiedet. Genauer gesagt, flüchten die drei Kätzchen mit Hilfe eines alternden Glücksdrachen aus dem goldenen Käfig, in dem sie der böse Kaiser Khan gefangen hielt. Mit einem kleinen roten Jumbo fliegen sie auf und davon. Und so beginnt eine abenteuerliche Reise, in deren Verlauf sie zu Retterinnen für Tiere in Not werden und das Flugzeug in gewisser Weise zur Arche Noah für Reisende ins Reich der Phantasie. Zuerst sammeln sie den zerrupften Papagei Coco auf, den säbelrasselnde Piraten auf einem Schiff zurückgelassen haben. Hinzu kommt die ölverschmierte Pinguin-Dame Nanuori, die von den Katzen fein säuberlich gereinigt wird und die die Mutterrolle an Bord übernimmt. Dann retten sie zwei Schildkröten, Achilles und Sokrates, aus einem Versuchslabor, und haben damit zwei Philosophen an Bord. Gerettet wird auch ein Kälbchen vor dem Opfergang und ein Kaiman vor dem Sommerloch. Als letztlich keiner mehr an Bord passt und der Tank leer ist, landet die illustre Mannschaft auf einer kleinen Insel und lässt es sich gut gehen (aussteigen, sich verabschieden).
Wunderbar passend zu dieser leisen Geschichte sind die Radierungen von Linda Wolfsgruber, die collagenartig in den Satzspiegel eingebaut sind. So segelt der kleine Jumbo auf vielen Seiten zwischen die Zeilen und fordert den Leser auf, sich zu verabschieden, einzusteigen und mitzufliegen in das Reich der Phantasie und dem Müßiggang zu frönen. Am Schluss dieser kleinen philosophischen Geschichte taucht am Horizont ein U-Boot mit Flüchtlingen auf. Was Flüchtlinge sind? "Sie haben sich irgendwann irgendwo verabschiedet." So kann man das auch sehen.

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Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Überraschungsreich
Eine überraschungsreiche Geschichte über Tiere, die sich nicht länger von Menschen und Forschung missbrauchen lassen wollen und schlicht "aussteigen" - Monka Petz fabuliert ihre Botschaft von der Aufmerksamkeit, die alle Wesen einander entgegen bringen sollten, anspielungsreich und in einem grandiosen phantastischen Erzählbogen, der ein kleines rotes, mit der Energie des chinesischen Glücksdrachen angetriebenes Flugzeug um die halbe Welt begleitet. Die drei Katzen Peg, Li und Su entfliehen ihrer Gefangenschaft beim Kaiser des Kongking-Landes, auf dessen Tafel sie dereinst zum zarten Fleischverzehr vorgesehen gewesen wären.
Nach und nach nehmen sie in ihrem Zauberflugzeug unter anderen einen unter Piraten problematisch sozialisierten Papagei auf, oder einen Pinguin, der sich sowohl der Ölpest als auch der peinlich-demütigenden Rettung durch Tierschützer entzogen hat; weiters zwei Schildkröten, ein kleines weißes Kälbchen und einen Alligator.
Witzige Dialoge lassen Sozialkitsch nicht aufkommen und kurzweilige Episoden aus den jeweiligen Lebensgeschichten verbinden sich mit Linda Wolfsgrubers sporadisch eingestreuten kratzig-bildnerischen Umsetzungen zu einer wahrlich schrägen, im Utopia einer griechischen Insel landenden verschworenen Asylgemeinschaft.
Inge Cevela
3/2002
*Sz*

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Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Christina Gastager-Repolust;
Drei Katzen retten Tiere in Not. (ab 12) (JE)

Die Energie des chinesischen Glücksdrachens treibt das kleine rote Jumbo-Flugzeug an: darin retten sich die drei Katzen Peg, Li und Su vor dem Gefressenwerden aus jenem Land, in dem der Verzehr von Katzenfleisch erlaubt ist und die Katzen des Kaiser-Khans sogar bis zum letzten Moment verhätschelt werden. Wer die Texte von Monika Pelz kennt, weiß, dass Katzen immer wichtige Hauptpersonen sind und Humor und Ironie ihr gut aus der Feder fließen. Oder finden Sie Karpfen, die sich in einem Whirlpool aalen dürfen, Ochsen, die von einem Masseur täglich entkrampft werden, nicht ätzend? Pervers ist es, wie Menschen mit Tieren verfahren, handelt es sich dabei um einen Pinguin, der sich weigert, einen Pulli zu tragen, zwei Schildkröten oder ein Krokodil: die Guten sind im Umgang mit Tieren nicht gut zu erkennen. Da hat es auch der Piraten-Papagei nicht wirklich gut: nicht einmal seinen Namen weiß er genau, dass er nicht "Cola-Rum" und auch nicht "Noch-ein-Bier" heißt, ist immerhin sicher! Ist es überhaupt Umweltschutz, wenn die gesamte Bevölkerung aufgefordert wird, nach einer Ölpest Pinguinpullis für die betroffenen Viecher zu stricken? Monika Pelz lässt die Katzen tanzen, kritisiert indirekt manche Großherz-Aktionen im Umweltbereich und steuert humorvoll das rote Jumbo-Glücksdrachen-Gefährt. Ein Buch für Leser/innen ab 12 Jahren, das zum Selberfabulieren einlädt und einen die eigene Katze ganz lange streicheln lässt.

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Quelle: STUBE (http://www.stube.at/);
Tiere, die sich nicht länger missbrauchen lassen wollen und schlicht "aussteigen" - die Fabel über die Aufmerksamkeit, die alle Wesen einander entgegen bringen sollten, erzählt Pelz anspielungsreich und in einem grandiosen phantastischen Erzählbogen. Die drei Katzen Peg, Li und Su entfliehen ihrer Gefangenschaft beim Kaiser des Kong-king-Landes und nehmen nach und nach Passagiere in ihrem Zauberflugzeug auf - darunter einen problematisch sozialisierten Papagei oder einen Pinguin, der sich sowohl der Ölpest als auch der Rettung durch Tierschützer entzogen hat. Kurzweilige Episoden und witzige Dialoge verbinden sich mit Wolfsgrubers sporadisch eingestreuten kratzig-bildnerischen Umsetzungen zur Schilderung einer wahrlich schrägen, verschworenen Asylgemeinschaft.

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Quelle: SCHRIFT/zeichen;
Überraschungsreich
Eine überraschungsreiche Geschichte über Tiere, die sich nicht länger von Menschen und Forschung missbrauchen lassen wollen und schlicht "aussteigen" - Monka Petz fabuliert ihre Botschaft von der Aufmerksamkeit, die alle Wesen einander entgegen bringen sollten, anspielungsreich und in einem grandiosen phantastischen Erzählbogen, der ein kleines rotes, mit der Energie des chinesischen Glücksdrachen angetriebenes Flugzeug um die halbe Welt begleitet. Die drei Katzen Peg, Li und Su entfliehen ihrer Gefangenschaft beim Kaiser des Kongking-Landes, auf dessen Tafel sie dereinst zum zarten Fleischverzehr vorgesehen gewesen wären.
Nach und nach nehmen sie in ihrem Zauberflugzeug unter anderen einen unter Piraten problematisch sozialisierten Papagei auf, oder einen Pinguin, der sich sowohl der Ölpest als auch der peinlich-demütigenden Rettung durch Tierschützer entzogen hat; weiters zwei Schildkröten, ein kleines weißes Kälbchen und einen Alligator.
Witzige Dialoge lassen Sozialkitsch nicht aufkommen und kurzweilige Episoden aus den jeweiligen Lebensgeschichten verbinden sich mit Linda Wolfsgrubers sporadisch eingestreuten kratzig-bildnerischen Umsetzungen zu einer wahrlich schrägen, im Utopia einer griechischen Insel landenden verschworenen Asylgemeinschaft.
Inge Cevela
3/2002
*Sz*