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DK
Nol
Falsche Zungen : gesammelte Geschichten
Noll, Ingrid, 2004| Libresso | |
| Verfügbar |
Ja (1)
|
| Exemplare gesamt | 1 |
| Exemplare verliehen | 0 |
| Reservierungen | 0Reservieren |
| Medienart | Buch |
| ISBN | 978-3-257-06463-6 |
| Verfasser | Noll, Ingrid
|
| Systematik | DK - Deutsch Krimi |
| Schlagworte | Kurzgeschichte |
| Verlag | Diogenes |
| Ort | Zürich |
| Jahr | 2004 |
| Umfang | 252 S. |
| Altersbeschränkung | keine |
| Sprache | deutsch |
| Verfasserangabe | Ingrid Noll |
| Annotation | Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); Autor: Jutta Kleedorfer; Hintergründige Kurzgeschichten über tödliche Tücken des Alltags. (DR) Fünf Themenkreise - "Mütter mit Macken", "Hobbys und Handarbeiten", "Lausige Liebhaber", "Nolls Nähkästchen und "Feine Familien" - umfasst diese Sammlung von teils neuen, teils schon in anderen Sammlungen veröffentlichten Kurzgeschichten mit meist letalem Ausgang. In allen Texten geht es um hintergründige bis abgrundtiefe Verstrickungen von Müttern oder Männern mit merkwürdigen Vorlieben und Verhaltensweisen. Die Autorin gewährt sogar in ihre eigene Familie Einblick, wenn sie aus "Nolls Nähkästchen" plaudert. Die Protagonisten sprechen "mit falschen Zungen", doch ihr Versuch, den persönlichen wie gesellschaftlichen Zwangsmechanismen zu entkommen, führt geradewegs in tödliche Fallen. Hinter der bürgerlichen Scheinfassade lauert das Grauen, verbirgt sich Peinliches und die mit "Engelszungen" formulierten Beschreibungen machen menschliche Untiefen sichtbar. Erzählt werden auf den ersten Blick harmlose, meist idyllisch beginnende Alltagsgeschichten von Menschen, die sich im weiteren Handlungsverlauf als Monstren mit falschen Zungen und als eine Mischung von Perversität und Biederkeit entpuppen. In diesem Potpourri von mörderischen Geschichten werden Psychogramme skizziert, die Nervenkitzel und Wonneangst zugleich garantieren. Dieses doppelte Spiel der Autorin, sprachlich wie erzählerisch abstruse Themen "um die Ecke" zu bringen, lässt die Lektüre zu einem entspannenden Lesevergnügen werden, das den Leser bisweilen betroffen und sogar ein bisschen weiser macht. ---- Quelle: Bücherschau (Büchereiservice des ÖGB) (http://www.buecherei.at/); Autor: Renate Bernardyn-Gabler; 25 Stories in gewohnt bitterböser, mörderischer, heimtückischer und kaltblütiger Manier. Ingrid Noll schleicht sich sanft und freundlich an Grausiges heran ... In der Mischung gibt es Geschichten, wie man sie aus Nolls spitzer Feder kennt, z. B. "Falsche Zungen", in der eine Mutter ihren Sohn belauert, was dieser für seine Interessen ausnutzt; oder: "Ein milder Stern hernieder lacht": Eine ehemalige Domina will nichts weiter als ein geruhsames Familienleben führen, aber die alten Freier hängen zu sehr an ihr. Ingrid Noll: "Meine Figuren sind Menschen, die ich mir gut vorstellen kann: Es ist eine wilde Mischung aus Phantasie, Lebenserfahrung, Menschenkenntnis und kleinen realen Einsprengseln." Nicht nur um Mord geht es in diesen Geschichten, auch wenn selten alles glimpflich abgeht. Denn keine Idylle ohne Engelszungen - und falsche Zungen. Zwischen Kleinkrieg und Kindersegen suchen sonderbare Leute nach Liebesglück. Ingrid Noll schreibt brillant, geistreich, böse. Mord und Alltag werden von ihr mit viel schwarzem Humor in einen Zusammenhang gebracht, der den Leser nicht erschüttert, sondern schmunzeln lässt. In ihren Büchern, die sich bislang nie an dem Muster des klassischen Krimis orientierten, erzählt Noll einfühlsam, ironisch und mit schwarzem von mordenden Frauen hinter der Fassade deutscher Kleinbürgerlichkeit. Mit Selbstbewusstsein sagt sie heute: "Ich hatte schon immer eine blühende Phantasie ... mische alles neu und schaffe so die Charaktere meiner Romane". ---- Quelle: SCHRIFT/zeichen; Autor: Ursula Stock; Die deutsche Schriftstellerin Ingrid Noll begann erst mit 55 Jahren, als ihre drei Kinder groß waren, Kindergeschichten und dann Romane zu schreiben. Schon ihr erster Krimi "Der Hahn ist tot" (1991) war ein Bestseller und wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Für "Die Häupter meiner Lieben" erhielt die "Neurosen-Spezialistin" den Glauser-Preis und mit "Die Apothekerin" katapultierte sie sich endgültig in die Bestsellerlisten. In ihrem jüngsten Buch "Falsche Zungen", das Erstveröffentlichungen und Geschichten vereint, die in einem Zeitraum von 1994 bis 2003 erschienen sind, plaudert sie aus dem Nähkästchen, erzählt von Müttern und Macken, von lausigen Liebhabern, kurz "von ganz normalen Menschen". Mit leichter Hand, schwarzem Humor und verschwörerischem Zwinkern macht sie Abgründe hinter bürgerlicher Wohlanständigkeit und biederer Idylle sichtbar, sie selbst bezeichnet ihre Texte als "neurotisch, bösartig und hochkompliziert". Lesetipps: "Mariä Stallwirtschaft" und "Ein milder Stern herniederlacht", zwei Weihnachtsgeschichten der etwas anderen Art. Erstere schildert die Geburt Jesu aus der Sicht einer ganz und gar unangepassten, resoluten und selbstbewussten Jungfrau Maria, die sich vornimmt, dafür zu sorgen, dass ihr Sohn kein Macho wird, die zweite erzählt sehr amüsant und pointiert von einer Domina, die beim Versuch, ihre Strapse gegen handgestrickte Wollsocken im Norwegermuster zu tauschen und eine biedere Ehe- und Hausfrau zu werden, von ihrer Vergangenheit eingeholt wird. |