Die Maus sucht ein Haus

Horácek, Petr, 2012
Libresso
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Medienart Buch
ISBN 978-3-411-81086-4
Verfasser Horácek, Petr Wikipedia
Beteiligte Personen Menge, Stephanie Wikipedia
Systematik KK - Kinder Kindergarten
Verlag Sauerländer
Ort Mannheim
Jahr 2012
Umfang [28] S.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Petr Horácek. [Aus dem Engl. von Stephanie Menge]
Illustrationsang überw. Ill.
Annotation Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/);
Autor: Nico Kalteis;
Die Maus gehört - neben Hase und Bär - zu der Gruppe an Tieren, die im Bilderbuch am häufigsten vorkommt. Sie ist, wie die Kinder auch, klein und muss sich in der Welt der Großen behaupten.
In beiden vorliegenden Bilderbüchern wird die Maus in die Welt hinausgeschickt. Die kleine Maus von Britta Teckentrup hat es aber schlechter erwischt, es ist finster, so herrlich finster, wie Bilderbücher selten sind, schon gar nicht die, die sich an die Jüngsten richten. In der finsteren Nacht läuft die kleine Maus also durch illustratorisch und textlich reduzierte und schablonierte Landschaften. Sie ist auf der Flucht vor Fuchs, Marder und Konsorten, um schlussendlich müde bei der Mausfamilie anzukommen. Horáceks Maus ist sowohl von den Illustrationen, wie auch vom Text weit üppiger. Hier wird auch ein gängiges Motiv der Kinderliteratur ausgebreitet: Die Maus muss aus ihrem Haus ausziehen, um für sich und den viel zu großen Apfel ein neues Zuhause zu finden. Sie wandert von Station zu Station, um am Ende bei ihrer eigenen Höhle wieder anzukommen. Die Reise hat nicht nur den Apfel kleiner werden lassen (Stichwort Reiseproviant), sondern auch die Maus verändert, sodass sie ihr altes Zuhause nicht mehr als solches erkennen kann und sich freut, ein neues Heim gefunden zu haben.
Beide Bücher arbeiten mit starken Farbkontrasten, ausgestanzte Bildteile erzeugen Spannung und gewähren Einblick in die Zukunft der Geschichte. Teckentrups Arbeit besticht dabei gegenüber der von Horácek durch die Reduktion, sie gibt nur so viel preis, dass die Geschichte in den Köpfen der Leserinnen und Leser auftauchen und dort weiterwachsen kann und muss, aber erzählt diese nie aus. Auch ihre Illustrationen sind nach diesem Prinzip gestaltet. Grafisch reduzierte Bäume, Wege und Tiere geben nur das Setting vor, die Ausgestaltung überlassen sie der Phantasie des Kindes.

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Quelle: LHW.Lesen.Hören.Wissen (http://www.provinz.bz.it/kulturabteilung/bibliotheken/320.asp);
Autor: Martina Koler;
Illustrationsstil und Text dieser Mäusegeschichte erinnern ein wenig an "Die kleine Raupe Nimmersatt". Eine kleine Maus findet einen großen, roten Apfel und würde ihn gerne in ihr Haus ziehen, aber das Loch ist zu klein. So macht sie sich auf die Suche nach einer größeren Unterkunft und durchwandert das Tierreich. Aber niemand kann ihr Herberge bieten. Während ihrer Wanderung knabbert sie immer wieder etwas an ihrem Apfel, bis dieser am Ende so klein ist, dass er durch ein winziges Loch passt: ihr eigenes Haus. Die Kinder werden diese einfache und bunt illustrierte Geschichte lieben und die kleine graue Maus sofort in ihr Herz schließen. Die ausgestanzten Löcher, die jeweils die Öffnung zu einer Tierwohnung erkennen lassen, aber noch nicht verraten, wer darin wohnt, sind ein witziges und sicher beliebtes Detail. Die auf den verschiedenfarbigen Hintergrund collagierten Figuren scheinen sehr lebendig und fokussieren den Blick auf das Wesentliche. Der sich wiederholende und in seinen Farben wechselnde Text ist auch für kleine Kinder gut verständlich und regt zum Auswendiglernen und zum immer wieder Aufsagen an.