Tokio : Roman

Hayder, Mo, 2005
Libresso
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Medienart Buch
ISBN 978-3-442-31018-0
Verfasser Hayder, Mo Wikipedia
Systematik DK - Deutsch Krimi
Verlag Goldmann
Ort München
Jahr 2005
Umfang 416 S.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Mo Hayder
Annotation Quelle: Bücherschau (Büchereiservice des ÖGB) (http://www.buecherei.at/);
Der Krieg zwischen China und Japan bildet die Grundlage für einen Roman, der mit all seinen historisch belegten Fakten viele Fragen offen lässt und ebenso viele auch beantwortet. Es laufen zwei parallele Handlungen auf ein gemeinsames Ziel zu. Einerseits die Nachforschungen der jungen, englischen Studentin Grey, andererseits die Kriegsgeschehnisse im Winter 1937 in Nanking am chinesischen Festland.
Für den chinesischen Wissenschaftler Shi Chongming, der nach ihrer Meinung einen Beweis in Form eines Kriegsfilmes besitzt, beginnt sie ihre Suche, arbeitet als Hostess in einem Tokioer Nachtclub um leben zu können und stößt auf einen alten, kranken Besucher des Clubs, den sie für die Mittelpunkt dessen hält, was sie sucht. Die Unterwelt in der Metropole Chinas ist mächtig und lässt sich nicht in die Karten blicken, sodass Grey mehr als einmal ihr Leben riskiert. Shi Chongming ist auch nicht immer kooperativ, fürchtet auch er ob seines Wissens um sein Leben. Allen Widerständen zum Trotz führt Grey einerseits ihren Job als Hostess weiter, andererseits auch ihre Nachforschungen, die sie zurück in die Wintermonate 1937 in Nanking führen, doch die Gräuel, auf die sie stößt, übersteigen das Maß aller Dinge. Der mächtige Unterweltboss aus dem Nachtclub scheint nur durch ein ganz spezielles Elixier zu überleben, doch wie wird es hergestellt und was sind die Grundlagen dafür? Als sie den Antworten gefährlich nahe kommt, wird es für sie sehr eng, die letzte Fluchtmöglichkeit nützt sie und kann sich zu dem chinesischen Wissenschaftler retten, für den sie letztlich auch recherchiert. Dieser bricht in Anbetracht der gespannten Situation endlich sein Schweigen und arbeitet gemeinsam mit Grey seine ganze schreckliche Vergangenheit auf. Er hat damit sein Gewissen erleichtert und Grey kann sich und der Umwelt beweisen, dass ihre Kindheitsträume keine Hirngespinste waren.
Der unverfängliche Titel "Tokio" hätte einen Untertitel verdient - das Grauen.
Eva Langer

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Quelle: Buch und Medien Südtirol (http://www.provinz.bz.it/kulturabteilung/bibliotheken/320.asp);
Autor: S. Hofer;
Die Studentin Grey reist nach Tokio, um einem Geheimnis auf die Spur zu kommen: vor mehr als 50 Jahren sind in Nanking im Dezember 1937 über 200.000 Menschen von der japanischen Armee gefoltert und umgebracht worden. Grey möchte die letzten Überlebenden aufspüren. Außerdem hat sie erfahren, dass es angeblich Filmmaterial dazu geben soll, das sich in den Händen des chinesischen Professors Shi Chongming befinden soll. Der Professor reagiert abweisend auf ihren Besuch, aber Grey lässt nicht locker und sucht sich als Geisha Arbeit. Erst als sie in Kontakt mit dem legendärem Mafiaboss Fuyuki kommt, macht ihr der Professor ein undurchsichtiges Angebot: wenn sie den Mafiaboss für ihn beobachtet, wird er ihr das Filmmaterial zeigen. Dieser Thriller ist ganz anders konzipiert, als die vorhergehenden Bücher von Mo Hayder. Hier geht es um Fakten in der Geschichte, Kriegsgräuel im 2. Weltkrieg, die zwar genauso brutal sind wie ihre Psychothriller, jedoch Vergangenheitsbewältigung als Inhalt haben. In der Beziehung zwischen Chinesen und Japanern stellen diese Massenverbrechen der japanischen Armee bis heute ein Tabuthema dar.