Bonifaz und der Räuber Knapp : Roman

Holub, Josef, 1996
Libresso
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Medienart Buch
ISBN 978-3-407-79696-7
Verfasser Holub, Josef Wikipedia
Systematik JR - Jugend Roman
Schlagworte Historischer Roman, Jahrhundert, Räuber, Vorurteile
Verlag Beltz
Ort Weinheim
Jahr 1996
Umfang 241 S.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Josef Holub
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Ida Dehmer;
Der Waisenknabe Bonifaz zieht zu seinem strengen Onkel, der in einem abgeschiedenen Bauerndorf Schultheiß ist. (ab 12) (JE)

Im Jahre 1867 wird der Waisenknabe Bonifaz, der bisher in Cannstatt bei seiner Tante gelebt hat, vom Gericht seinem Onkel, dem Schultheiß des Dorfes Graab, zugesprochen. Dort muß sich der Junge zunächst einmal an die neue Umgebung gewöhnen. Der unverheiratete Onkel ist streng und unnahbar, doch seine Wirtschafterin Friederike nimmt sich liebevoll um Bonifaz an. Das Leben in dem abgeschiedenen Bauerndorf unterscheidet sich natürlich in vielem vom Stadtleben, besonders die Schule ist für Bonifaz unerträglich. 80 Kinder sitzen zusammengepfercht auf wenigen Bänken, und schon das geringste Zeichen von Ungehorsam oder Unwissen ahndet der Schulmeister mit brutalen Schlägen. Am grausamsten wird Christian Knapp behandelt, mit dem sich Bonifaz schnell angefreundet hat. Sein Vater, der Räuber Knapp, lebt schon seit einigen Jahren in den tiefen Wäldern rund um Graab und entzieht sich geschickt der Strafe des Gesetzes. Bald jedoch fällt dem klugen Bonifaz auf, daß dem Räuber Knapp Verbrechen angelastet werden, die dieser gar nicht begangen haben kann. Soll er es wagen, seinem Onkel von seinen nächtlichen Beobachtungen zu erzählen? - Das humorvolle, kurzweilige Buch schildert aus der Sicht des 12jährigen Bonifaz, wie Vorurteile und herzlose Anwendung des Gesetzes zu Unmenschlichkeit führen und wie umgekehrt Mut und Aufrichtigkeit vieles wieder zum Guten wenden können. Das ist nicht nur die Geschichte einer Freundschaft zwischen zwei Jungen vor mehr als hundert Jahren, es ist auch die Geschichte einer zaghaften Annäherung zwischen Bonifaz und seinem Onkel, der von seinem Mündel viel zu lernen scheint. Der Roman wird Kindern ab 12 Jahren, die sich gerne in die Vergangenheit entführen lassen, gut gefallen.

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Quelle: Kommission für KJL;
Autor: (1992-1997);
Ein historischer Romnan, der dem modernen Verfahren der Sozialgeschichte "von unten" entspricht: Erzählt wird von Bonifaz, einem Waisenknaben, der zu seinem Oheim in den tiefsten Böhmerwald verschickt wird, auf daß aus ihm ein guter Mensch werde. In unerbitterlich naivem Ton gibt der Ich-Erzähler ein Sittenbild des Dorfes - ohne Sozialkritik auszusparen, denn: nichts und niemand in diesem Dorf ist, wie es/er scheint.