Glaube der Lüge : ein Inspector-Lynley-Roman

George, Elizabeth, 2012
Libresso
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Medienart Buch
ISBN 978-3-442-31251-1
Verfasser George, Elizabeth Wikipedia
Beteiligte Personen Breuer, Charlotte Wikipedia
Beteiligte Personen Möllemann, Norbert Wikipedia
Systematik DK - Deutsch Krimi
Verlag Goldmann
Ort München
Jahr 2012
Umfang 700 S.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Elizabeth George. Ins Dt. übertr. von Charlotte Breuer und Norbert Möllemann
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Barbara Tumfart;
Düstere britische Familiengeheimnisse statt blutigem Mord und Totschlag - psychologisch feinsinnige amerikanische Unterhaltungsliteratur. (DR)
"Glaube der Lüge" ist bereits der siebzehnte Roman der routinierten amerikanischen Krimiautorin und Schriftstellerin Elizabeth George, der nach zweijähriger Schaffenspause die Geschichte um den aristokratischen Inspector Thomas Lynley von Scotland Yard und seine Kollegin Barbara Harvers fortsetzt. Lynley wird von seinem Vorgesetzten gebeten, "undercover" in einem tragischen Todesfall rund um den verunglückten zweifachen Familienvater und Neffen der reichen Familie Fairclough im Lake District, Cumbria, zu ermitteln. Ian Cresswell, der Neffe von Bernard Fairclough, ist nach einem Streit mit seinem jungen Lebensgefährten beim Aussteigen aus dem Ruderboot am brüchigen Bootssteg unglücklich gestürzt und ertrunken. Lynley beginnt, unterstützt von seinem langjährigen Freund, dem Forensiker Simon St. James, und dessen Frau Deborah, seine heiklen Untersuchungen, wobei sich nach und nach eine Fülle an delikaten Familiengeheimnissen und Lügen hinter der vermeintlich gutbürgerlichen Fassade offenbart. Der Unfalltod bzw. vermutete Mord an Cresswell rückt bei den Ermittlungen immer mehr in den Hintergrund.
Als routinierte Erzählerin und gute Menschenkennerin versteht es die amerikanische Bestsellerautorin, aktuelle gesellschaftspolitische Themen wie Homosexualität, Kindesmissbrauch und künstliche Befruchtung zusehends in den Vordergrund zu stellen. Leider büßt das Geschehen dadurch Spannung ein und die Figuren verlieren durch die überreiche Vielzahl der Handlungen und Motive an Glaubwürdigkeit. So manche Handlung bleibt dem Leser letztendlich nicht nachvollziehbar. Trotz mancher Schwächen, die vor allem das traditionelle Krimipublikum enttäuschen mögen, ist das aktuelle Buch von Elizabeth George zum Bestseller vorprogrammiert und für das große Fanpublikum ein weiterer 700 Seiten starker lesenswerter, unterhaltsamer Roman der amerikanischen Gegenwartsliteratur.