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DR
Tel
Der Turm : Geschichte aus einem versunkenen Land ; Roman
Tellkamp, Uwe, 2008| Libresso | |
| Verfügbar |
Ja (1)
|
| Exemplare gesamt | 1 |
| Exemplare verliehen | 0 |
| Reservierungen | 0Reservieren |
| Medienart | Buch |
| ISBN | 978-3-518-42020-1 |
| Verfasser | Tellkamp, Uwe
|
| Systematik | DR - Deutsch Roman |
| Verlag | Suhrkamp |
| Ort | Frankfurt a. M. |
| Jahr | 2008 |
| Umfang | 972 S. |
| Altersbeschränkung | keine |
| Sprache | deutsch |
| Verfasserangabe | Uwe Tellkamp |
| Annotation | Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); Autor: Franz Holztrattner; Ist das der lang erwartete Roman der Wende in Deutschland? Ja, mit kleinen Überraschungen. (DR) Neunzehn Jahre sind seit der deutschen Wende vergangen - und ebenso lange wartet die Literatur auf den Roman, der diese Wende gültig für die Nachwelt beschreibt. Die Erwartungen richteten sich dabei vor allem auf Autoren aus dem Westen. Und nun wird Uwe Tellkamps fast 1000 Seiten langer Roman allenthalben als gültige Darstellung der Wende bezeichnet und zwar zu Recht. Die Überraschung ist: Es ist der Wenderoman aus der Sicht des Ostens. Tellkamp schildert die letzten siebeneinhalb Jahre vor dem Mauerfall. In Dresden hat sich ganz entgegen der herrschenden Staatsdoktrin eine vielleicht gar nicht so schmale Schicht von Bildungsbürgern erhalten; der Autor erzählt vom Leben einiger dieser Familien, die auch räumlich etwas abgesondert in einem Viertel über der Stadt, dem "Turm", größtenteils in innerer Emigration leben. Freilich konzentriert er sich dabei auf einige Hauptgestalten: den Chirurgen Richard Hoffmann, der sehr unter den Verhältnissen leidet, vom Geheimdienst ausspioniert wird, sich Gegenwelten zu erschaffen versucht und wohl mit der Ausreise spekuliert; seinen Sohn Christian, der sich als Oberschüler und dann als Soldat so sehr in sich zurückzieht, dass es auf seine Umgebung fast arrogant wirkt, und sich, als er in den Unfalltod eines Kameraden verwickelt wird, zu Beschimpfungen auf den Staat hinreißen lässt; dafür wird er zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Er lernt die DDR "ganz unten" kennen, etwa als er in einem Karbidwerk arbeiten muss. Schließlich Meno Rohde, den Schwager Richards und Onkel Christians, einen Zoologen und Verlagslektor; er hat wegen seiner Herkunft ("roter Uradel"!) Zugang zum inneren Kreis der Nomenklatura Dresdens und erlebt deren Widersprüche und ihr Entsetzen, als der Staat in Schieflage gerät, direkt mit. Hautnah und literarisch sehr vielfältig (erzählende Passagen, Dialoge, Tagebucheintragungen, reflexive Phasen) kann der Leser das alltägliche Leben und die sich immer mehr beschleunigende Endphase der DDR miterleben - wenn er/sie sich darauf einlässt: Schnell zu lesen ist dieses Buch wahrlich nicht, und zwar nicht nur wegen seiner Länge; es fordert dem Leser einiges an Gedankenarbeit ab. Aber es lohnt sich durchzuhalten. Tellkamps Roman wurde 2008 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet; er hat diesen Preis verdient. ---- Quelle: LHW.Lesen.Hören.Wissen (http://www.provinz.bz.it/kulturabteilung/bibliotheken/320.asp); Autor: Markus Fritz; Eigentlich wollte ich das Buch nicht lesen: 1000-Seiten DDR-Geschichte wollte ich mir einfach nicht antun. Ich habe trotzdem angefangen zu lesen und konnte nicht mehr davon lassen. Tellkamp entwirft ein grandioses Panorama der letzten sieben Jahre der DDR, am Beispiel des Turms, eines Stadtteils von Dresden, der etwas oberhalb der Stadt liegt und in dem die gutbürgerlichen Familien leben: Intellektuelle, Chirurgen, Verlagslektoren, Kombinatsdirektoren, Rechtsanwälte. Viele Figuren bevölkern den Roman. Deren Lebensumstände werden ausführlich erzählt: Eine Figur möchte ich herausgreifen: Christian, zu Beginn des Romans ist er im Gymnasium, Tellkamp erzählt von seinen Wünschen, Problemen mit der Liebe, mit der Familie. Christian möchte Medizin studieren, aber um sicher einen Studienplatz zu bekommen, verpflichtet er sich für drei Jahre zum Militärdienst. Die Schilderung der Militärzeit gehört für mich zum Beeindruckendsten, was ich zu diesem Thema je gelesen habe. Christian wird zum Panzerkommandanten ausgebildet. Bei einem Manöver kommt ein Kamerad ums Leben. Christian wird wegen Verrat am Vaterland zu einer Haftstrafe verurteilt, als er endlich nach Verbüßung der Strafe und nach Abschluss des Militärdienstes nach Hause darf, sind 5 Jahre seines Lebens vergangen und es ist der Oktober 1989: in Dresden sind die Menschen auf der Straße, um gegen das Regime zu protestieren. Tellkamp erzählt unglaublich detailreich und liefert ein großes erzählerisches Spektrum mit zahlreichen Schauplätzen und Lebensläufen. So wird Geschichte erfahrbar und nachvollziehbar. Das Buch hat auf mich eine unglaubliche Sogwirkung gehabt, auch wenn nicht alle Figuren und deren Lebensgeschichte mich gleichermaßen interessiert haben. Mein Fazit: Ich bin froh, den 1000-Seiten-Roman gelesen zu haben. Der Roman endet mit einem Doppelpunkt: wir dürfen also auf eine Fortsetzung hoffen. |