Goldfischgedächtnis : Erzählungen

Schwitter, Monique, 2011
Libresso
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Medienart Buch
ISBN 978-3-85420-789-4
Verfasser Schwitter, Monique Wikipedia
Systematik DR - Deutsch Roman
Verlag Literaturverl. Droschl
Ort Graz
Jahr 2011
Umfang 186 S.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Monique Schwitter
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Eva Unterhuber;
Elementare menschliche Erfahrungen in konzentrierter Form. (DR)
Vierzehn Erzählungen hält Monique Schwitters "Goldfischgedächtnis" für den interessierten Leser bereit und keine von ihnen lässt unbefriedigt zurück. Egal ob es sich um die namensgebende Erzählung "Goldfischgedächtnis", um "Die Grube", "Neigung ins Nichts" oder "Andante con moto" handelt, um nur eine kleine Auswahl zu zitieren. Sie alle vereinen "Haiku und Horror" in sich, so der Name einer weiteren Erzählung: Poetizität und so subtiles, wie unleugbares Grauen auf engstem Raum, ist doch die kürzeste Erzählung "Seine Tochter Mascha" gerade einmal vier Seiten lang. Der angesprochene Schrecken, manchmal nur in Gestalt eines flüchtigen oder auch bleibenden Unbehagens, entsteht dabei nicht aus dem Fremden, Abwegigen, sondern aus der Vertrautheit der Situationen. Man könnte selbst die betreffende Person sein, in die beschriebene Zwangslage geraten, mit Schmerz, Tod, Verlust, Abwesenheit und Orientierungslosigkeit konfrontiert werden. Derartige Themenkreise mögen kein Lesevergnügen im herkömmlichen Sinn suggerieren, doch Schwitter schafft es, durch eine reduzierte und doch poetische Sprache das Grauen greifbar, doch auch erträglich zu machen. Ferner endet keineswegs alles in Ausweglosigkeit und Bedrücktheit, auch leichtere Töne werden mitunter angeschlagen. In Summe brauchen Schwitters Texte freilich geduldige Leser, die sich langsamer Lesearbeit nicht verschließen. Dann kann jede einzelne Erzählung wie ein Haiku im stillen Nachhall ihre volle Wirkung entfalten.