Die Unberührten : Roman

Schneider, Robert, 2000
Libresso
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Medienart Buch
ISBN 978-3-8135-0161-2
Verfasser Schneider, Robert Wikipedia
Systematik DR - Deutsch Roman
Verlag Knaus
Ort München
Jahr 2000
Umfang 252 S.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Robert Schneider
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Martina Lainer;
Abschluss der rheintalischen Trilogie mit einem Roman um ein musikalisch sehr begabtes Mädchen. (DR)

Die Handlung ist in die 20-er Jahre gelegt und lenkt die Aufmerksamkeit auf die schweren Lebensverhältnisse zur Zeit der Depression, genauer gesagt auf die Familie Sahler, die durch die realitätsfremden und kostspieligen Liebesbezeugungen des Vaters und sein Verschwinden auseinander bricht. Antonia, die in einem Traum ihr Leben als Sängerin voraussieht, wird nach New York ausgeschifft, wie so viele mittellose Kinder aus dem Rheintal. Sie bleibt sich selber überlassen, muss sich gegen zahlreiche Bedrohungen zur Wehr setzen und lernt Balthasar, einen stummen Jungen, der sie von Bord schmuggelt, kennen, mit dem sie eine symbiotische Beziehung eingeht. Sie vegetieren mehr schlecht als recht in einem Verschlag, Antonia wird kurzzeitig zur Hure und Balthasar zum Mörder. Und doch meint es diesmal das Schicksal - oder der Autor Robert Schneider - mit seiner Protagonistin kurzfristig gut: Sie heiratet in eine reiche Familie ein und debütiert mit der Arie der Königin der Nacht in der New Yorker Oper. Happyend ist dennoch nicht angesagt: Antonia geht ins Wasser!
Robert Schneider hat mit "Die Unberührten" einen Roman vorgelegt, dessen Plot ereignisreich und spannend ist. Die Figuren stehen in dramtischen Beziehungsverhältnissen zueinander und zahlreiche Katastrophen entladen sich. Wer die Sprache Schneiders bereits aus "Schlafes Bruder" (1992) und "Die Luftgängerin" (1998) kennt, wird sich rasch auch in diesem Roman zurecht finden, bedient er sich doch abermals einer Kunstsprache, die stark an Dialekt angelehnt ist und manchmal sehr seltsam anmutet (etwa wenn man bereits auf Herrn Nárrodys Ankunft "geplangt" - S. 92 - habe). Eine spannungsreiche, wenn nicht gleich ungetrübte Lektüre ist garantiert.